Monday, 23. April 2007
Z! - Episode 66: Betriebssysteme mit U
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Z! - Episode 77: Geheime Geheimdienste
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer Themen: Software Tipps für Windows Wieviel günstiger sind Dells Ubuntu PCs? Wie gut gesichert ist Apples iPhone? weitere Themen in den Shownotes Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer Gast: A
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Weblog: Z! - Zeitgeist, Entwicklung, Technik
Tracked: Jul 09, 23:21
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Hallo Jungs,
Kann Eure positive Meinung bzgl. Ubuntu Feisty Fawn nur bestätigen.
Habe es jetzt mal parallel zu Windows XP auf meinem Thinkpad installiert. Und habe während der Installation exakt NULL Treiber installieren müssen. Lediglich der WLAN-Network-Manager lief nicht sofort mit WPA, da mußte ich noch ein paar Zeilen in den Netzwerkschnittstellen auskommentieren, dann lief auch das.
Fazit nach 45 min Download und 30 min Installation, ein System das für alle Standard-Anwendungen alles dabei hat.
Das Problem, was ich immer noch sehe, ist wenn man etwas tiefer in die Konfiguration einsteigen will. Dann hängt man ruckzuck mehrere Stunden im Terminal folgt unterschiedlichsten HowTos ohne wirklich zu verstehen was man da macht.
Da ist der Sprung von “alles out of the box” zu “keine Gui Du musst natürlich selber wissen was Du da machst” doch teilweise sehr gross.
Im Moment hakts bei mir noch bei der Ansteuerung des externen Monitors am Laptop.
Insofern lasse ich einfach Ubuntu parallel laufen und fummel mich da Schritt für Schritt weiter. Vielleicht steige ich irgendwann komplett um.
Aber hat Ubuntu in den letzten Versionen Riesenschritte nach vorn gemacht um mehr User zu erreichen.
Hi Conrad. Zu deinem Monitor-“Problem” steht ziemlich viel im Ubuntuusers-Wiki (welches momentan offline ist). Falls in deinem Notebook ein Intel-Grafikchip haust, gibt es gute Nachrichten. Seit Feisty hast der X-Server eine Erweiterung integriert mit der alles Monitormaessige (so gut wie) plugh and play laeuft. Man muss nicht mehr kompliziert in der xorg.conf rumkonfigurieren und den X-Server neu starten. Momentan laeuft das ganze nur ueber ein cmd-line tool (gibt noch kein GUI) weswegen das noch nicht soo beworben wird. Ausserdem unterstuetzt das bisher eben nur der Intel Treiber.
Das Stichwort: XRandR 1.2. Wenn das noch alle Grafiktreiber unterstuetzen, dann sieht die zukunft echt rosig aus.
Ich hab ne ältere Ati Radeon Mobile drin. Hab auch auf nem anderen Rechner diesen Monitor mit Ubuntu 6.10 eingesetzt. Damals war es nicht so das Problem, ein paar Zeilen in der xorg.conf editiert und es lief mit der richtigen Auflösung.
Aber jetzt bin ich unsicher, wie ich das konfiguriere gibt ja nun 2 Screens ... Wie steuere ich DVI oder VGA an der Docking-Station an... Mit Windows ist das sehr komfortabel gelöst, er merkt halt sofort wenn der Monitor dran ist und aktiviert das entsprechende Profil mit der richtigen Auflösung automatisch.
Irgendwie wird es schon gehen, hat ja keine Eile. Werd mich auch noch mal in der IBM-Community umhören. Zeigt aber wieder wie kleine Problemchen sich zu mehrstündigen Web-Recherchen mit unterschiedlichsten Lösungsansätzen auswachsen können. Zusätzlich sind
xRandR hatte ich auch schon gesehen, aber hatte glaube ich Probleme es zu installieren.
Die Bastelbereitschaft ist da sicher auch sehr unterschiedlich ausgeprägt (s. anderer Kommentar v. Björn). Da muss jeder selbst prüfen, was ihm seine Zeit wert ist. Wenn man dann statt zu arbeiten / zu studieren nur noch am kompilieren/konfigurieren ist, dann ist ein kostenloses OS vielleicht doch nicht mehr soo billig.
Insofern habe ich mittlerweile auch sehr viel Verständnis, dass Menschen denen ihre Zeit zum Basteln zu schade ist, auf den Mac wechseln.
Dann weißt du warum ich meinen Mac mit BSD Unterbau liebe. :-)
Hallo,
ich habe auch mal versucht Ubunto zum Laufen zu bekommen (mein erster Linux Versuch).
Hab in diesem PC ne Ati Karte. Ubuntu lief nur in 60 hz (Bildschirmauflösung). In der Kombo Box wurde auch nur 60 hz vorgeschlagen.
Weiter gekommen bin ich dann mit dem Tool Envy. Damit lief ließ sich alles gut installieren, und es klappte auch problemlos auf 75 hz zu gehen.
http://www.albertomilone.com/nvidia_scripts1.html
Viele Grüße,
Coinkosp
Hallo Ihr zwei,
schöne Folge habt Ihr mal wieder produziert! Vielen Dank für Euer Durchhaltevermögen (ich hätte es glaube ich nicht).
Zu dem Thema Linux würde ich mir wünschen, dass ich auch mal über den (IMHO immer höher werdenden) Tellerrand von Ubuntu hinaus schaut. Ich selbst habe Ubuntu mal ausprobiert und als recht Einschränkend empfunden. Zugegeben bin ich als Fortgeschrittener und Bastler wohl nicht die richtige Zielgruppe. Deshalb wollte ich mal einen kleinen Tipp für alle die loswerden, die mehr wollen, als Linux ganz einfach:
Gentoo heißt in diesem Fall die Distribution. Diese ist genau das richtige für die, die etwas Zeit erübrigen können (eine Erstinstallation kann schon mal einen halben bis ganzen Tag in Anspruch nehmen), und ein bisschen Interesse an Linux und Spaß am Basteln haben. Gentoo wird ausdrücklich mit dem Ziel entwickelt, dem Anwender größtmögliche Freiheit zu gewähren. Das bedeutet, dass man i.d.R. ALLES machen kann, was man will, manchmal mit etwas mehr Aufwand, aber es geht.
Gentoo besitzt ein ausgezeichnetes Paketsystem (Portage, soll dem BSD-System wohl ähnlich sein). Zwar dauert das Einspielen der Pakete recht lange, da jedes Paket auf der Maschine frisch kompiliert wird, dafür ist die Software dadurch für den jeweiligen Rechner optimiert, und über ein Konfigurationskonzept (USE-Variablen) lässt sich die Kompilierung der Pakete fein granuliert steuern.
Aber das Größte Argument für Gentoo ist in meinen Augen die Dokumentation. Die Installation ist sehr genau beschrieben, ebenso ist beschrieben, warum man was tut, und wie die Sachen zusammenhängen. In meinen Augen ist jemand, der eine Gentoo Installation und Konfiguration hinter sich hat schon auf dem besten Wege zum Linux-Profi. Es gibt auf der Webseite außerdem unzählige Dokumente, in denen ausführlich und verständlich auch schwierige Themen erklärt werden. Von X-Server-Konfiguration über Power management bis zu Kernel-Kompilierung ist alles vorhanden. Und wenn das nicht reicht, gibt es ein wiki mit noch einem Haufen HowTos.
Alles in Allem kann ich diese Distribution jedem ans Herz legen, der auch mal unter die Haube eines Linux-Systems gucken möchte. Das ist zwar mit einem Ubuntu theoretisch genauso möglich, nur wie Conrad oben beschrieb etwas schwieriger, weil die Hauptsächliche Dokumentation nicht auf die Interna eingeht. Das war auch ein Manko, was ich bei meinen Ubuntu-Versuchen gemerkt habe: Ich fand nur Doku, die mir sagte wo ich klicken soll, nicht welche Configdatei dahinter steckt :-)
Vielleicht könnt Ihr ja auch von Zeit zu Zeit auf “Fortgeschrittenen-Linuxe” eingehen. Würde mich freuen. Hier noch die Links für diejenigen, bei denen ich das Interesse geweckt habe:
http://www.gentoo.org/
http://www.gentoo-wiki.com/
In diesem Sinne
Björn
Hallo Björn,
was du da schreibst gefällt mir extrem gut und für so etwas kann ich mich durchaus begeistern. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mir momentan die Zeit fehlt, um mich mit Gentoo mehr vertraut zu machen. Aber was du so schreibst macht den Eindruck, als ob es die Zeit wert ist.
Was das Berichten darüber angeht, wenn ich mir unsere Statistik ansehe, dann stelle ich fest, dass der Anteil der *nix Nutzer im untersten zweistelligen Bereich liegt. Von daher, ja es macht sicherlich Sinn, wir müssen aber mal schauen wie wir dann so ein Thema halbwegs dem Allgemeinverständnis und -interesse zuführen können.
Ich hab nämlich ohnehin schon das Gefühl, dass wir mehr die IT affine Zielgruppe bedienen und das beschränkt dann durchaus unsere Wachstumszahlen. Soll aber keine Kritik an deinem Vorschlag sein, ich finde du hast völlig recht, die *nix Welt besteht aus mehr als nur Ubuntu.
Hi Bjoern,
was unser Durchhaltevermoegen angeht: Das ist ganz allein Timon zuzuschreiben. Nachdem ich die Naechte durchgezecht habe zwingt er mich immer wieder die Sendung trotzdem aufzuzeichen.
Ja Mensch, da sagst du auf jeden Fall was ;-) Ganz ehrlich, bevor ich das hier gerade gelesen habe ist mir das echt nicht aufgefallen, so blind ist man schon. Ich dachte eben noch bei mir “wir sollten mal wieder mehr ueber andere Themen als Ubuntu berichten”.. aber ueber andere *nixe.. nicht drauf gekommen ;)
Also danke fuer deinen Beitrag zu Gentoo! Ich weiss halt, dass es fuer mich selbst nichts ist. Ich hab nicht die Zeit aufs kompilieren zu warten. Was den Blick hinter die Kulissen angeht bin ich bei Ubuntu denke ich voll im Bilde. Am Ende ist es ja auch “nur” ein Debian (mit mehr Community support halt). Und die Debian Doku ist SEHR ausfuehrlich. Das mag ich gerade an Ubuntu, alles geht, nichts muss.
Ich habe gehoert mittlerweile schnallen die das sogar bei SuSE. Da liegen die Konfigurationsdateien jetzt wohl auch an den richtigen Stellen und werden auch nicht permanent ueberschrieben. Ein weiterer entscheidender Punkt fuer Ubuntu ist meines Erachtens, dass sie ohne falsche Schau versuchen alte Konzepte zu ueberdenken. Upstart ist ein gutes Beispiel.
Was denn vollstaendigen Blick hinter die Kulissen angeht ist Linux from Scratch glaube ich auch ganz interessant. Wenn man sich da durchgewurstet hat weiss man glaube ich alles, was es ueber Linux zu wissen gibt ;)
Naja.. genug dazu.. ich gelobe Besserung und werde den Teller so plattdruecken, dass es keinen Rand mehr gibt ;)