Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Themen:
- Alternative zu ICQ und Co
- Offene Treiber eine echte Alternative
- Und dann kam Firefox
- Fernsehen ist kein Live-Erlebnis mehr
- weitere Themen in den Shownotes
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
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Themen:
Länge: 31:29
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Hi Timon und Matthias,
nachdem ich euren Podcast jetzt schon eine Weile höre, ich auch habe den Sprung gewagt und mein erstes System auf Ubuntu umgestellt...nachdem ich vor einigen Jahren den ersten Versuch gewagt hatte und wieder zu Windows zurückgekehrt bin ;-)
Ich muss sagen, da hat sich so einiges getan. Ich bin knapp davor von meiner Meinung abzurücken, dass Linux auf dem Server bleiben soll.
Danke für den tollen Podcast, macht weiter so und vielleicht könnt ihr ja in Zukunft ein paar mehr Applikationstipps für Linux geben.
Viele Grüße
Mulder
PS: Habt ihr noch Joost Einladungen übrig? ;-)
Hi,
deine Einladung ist raus.
Nebenbei wir können jeden für Joost einladen der sich bei uns meldet. Von daher, wer noch eine Einladung haben möchte kann sich gerne bei uns melden.
Applikationstipps für Linux sind eine gute Idee. Werden wir versuchen in verträglicher Dosis einzustreuen. Wobei viele Programme die wir erwähnen ja ohnehin unter mehreren Systemen angeboten werden.
Von daher gibt es gar nicht so den Bedarf Linux spezifische Programme zu erwähnen.
Oh Mann. Dein Kommentar zeigt mir, dass wir unbedingt mehr ueber andere Themen reden muessen. Wir wollen hier ja nicht zum Linux-Konvertier-Sekten-Podcast werden ;-)
Ansonsten kann ich nur sagen, dass es bei mir aehnlich war. Seit ca. ‘95 versuche ich mich mit GNU/Linux. Mein Fehler war wohl, immer SuSE zu nehmen. Haette ich gleich Debian genommen waere ich wohl eher umgestiegen.
Hi Leute!
Ich höre euren podcast nun auch schon eine ganze Weile - und er gefällt mir eigentlich ganz gut, bis auf die Tatsache, dass auch ihr auf den Ubuntu-Hype aufgesprungen zu sein scheint.
Angeheizt durch die verstärkten Berichte in den Medien über Linux habe ich in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, welche vernünftigen Gründe es für einen normalen PC-User geben könnte, auf Linux zu wechseln -
und, ich muss sagen außer dem Preis ist mir nicht wirklich einer eingefallen.
Nicht dass ihr glaubt, ich wäre ein glühender Gates-Anhänger - eher im Gegenteil.
Ich hatte damals sogar einen Amiga, der zu seiner Zeit schon fast alles konnte, was Microsoft bis heute nicht zustande bringt - aber das ist ein anderes Thema.
Mit Linux angefangen hab ich vor vielen Jahren mit Suse 6 Punkt irgendwas, wobei ich mich damals schon geärgert hab, mir das Teil gekauft zu haben. Allerdings muss man bedenken, dass ich dazumal noch die Zeit, Muße und vor allem Lust hatte, damit herum zu spielen und zu experimentieren.
Als ernsthafte Alternative in Betracht gezogen habe ich Linux dann zu Windows-98-Zeiten, das ja bekanntlich ziemlich absturzfreudig war.
Das Problem dabei war natürlich, sämtliche Hardware, die unter Windows klaglos und zuverlässig ihren Dienst tat, bzw. noch immer tut, auch unter Linux zu nutzen.
Deshalb hat auch jeder, der jemals unter Linux eine Fritzcard zum Laufen gebracht hat, meine uneingeschränkte Bewunderung. Ich nämlich hab das Unterfangen nach 20 oder 30 Stunden mit einer unumstößlichen Erkenntnis aufgegeben: Linux wird niemals eine Chance haben, solange nicht sichergestellt ist, dass ich meine Geräte einfach anstöpseln, bestenfalls noch einen Treiber installieren, und dann aber einfach benutzen kann.
Ok, was wären also die Hauptgründe, die für einen Wechsel zu Linux sprechen:
LINUX IST SICHER
Das mag zwar stimmen - allerdings liegt das wohl hauptsächlich an der geringen Verbreitung und der daraus folgenden Unrentabilität, Schädlinge für Linux zu entwickeln.
Außerdem hatte ich auch noch nie ein Sicherheitsproblem unter Windows - obwohl ich noch nie einen Virenscanner laufen hatte. Mit etwas gesundem Menschenverstand (was man wo anklickt und welche Mails man uuunbedingt lesen muss, obwohl man schon im Betreff erkennen kann, dass einem weder die GEZ noch die Deutsche Dresdner-Commerz-Postbank Viagra auf Rechnung schickt) und einigen grundsätzlichen Sicherheitsvorkehrungen kann man auch Windows hervorragend benutzen.
Das zweite ist das Root-Problem. Ich hab mal versucht, unter Windows mit einem eingeschränkten Benutzerkonto zu arbeiten - und ich muss sagen: es geht zwar, ist aber unendlich umständlich. Solange es sogar Programme gibt, die nur mit Administratorrechten benutzbar sind - faktisch nicht durchführbar.
ABER - das gleiche Problem habe ich auch unter Linux: wenn ich als normaler User die Videos vom vdr weder schneiden, löschen - ja noch nicht mal umbenennen kann - dann arbeite ich halt als root. (Darum mag ich auch Ubuntu nicht - da gibt’s keinen Root mehr, und außerdem hasse ich Systeme, die mir vorschreiben wollen, als was oder wie ich damit arbeiten soll.)
LINUX IST STABIL
Haha.
Es vergeht kaum eine Woche, in der mir der Konqueror nicht aus unerfindlichen Gründen abschmiert.
So viele Programmhänger hab ich nicht mal unter XP.
Und das gesamte System ist mir hier wie dort kaum jemals abgestürzt.
Und noch ein Riesen-Haha hinterher.
Jeder, der mal ein Dist-Upgrade gemacht hat und danach nicht mal mehr starten konnte, wird es in Zukunft tunlichst unterlassen, sein System zu aktualisieren.
LINUX IST RESSOURCENSCHONEND
Schon wieder haha.
Mein XP bootet um einiges schneller als mein Linux.
Klar, wenn man Linux ohne Grafikschnickschnack und Hintergrunddienste installiert, dann - aber auch nur dann - ist es weniger hardware-hungrig und schneller als Windows. Allerdings auch noch unbedienbarer als sowieso schon.
Das wären die Hauptvorzüge von Linux, die immer ins Feld geführt werden.
Leider wird dabei nie auch nur ein Wort über den benötigten Zeitaufwand der beiden Systeme verloren.
Bis ich es schaffe, unter Linux auch nur ein Gerät oder Programm zum Laufen zu kriegen, habe ich mit Windows schon 5 Jahre produktiv gearbeitet. Wie schon erwähnt, meine Erlebnisse mit der Fritzcard haben sich da unauslöschlich eingebrannt: Karte rein, Software installiert, schon konnte ich innerhalb von 5 Minuten (!) aus jedem Programm faxen. Tja liebe Tuxler - so was nenn’ ich Usability. Und davon seid ihr nicht nur Jahre, sondern Lichtjahre entfernt.
Früher hatte ich das nicht so als Problem empfunden, sondern eher als geistige Herausforderung, aber zum einen bin ich inzwischen in einem Alter, wo mir meine Zeit für so sinnlose Frickeleien wirklich zu wertvoll ist, zum anderen erwarte ich von einem Betriebssystem eher, dass es mir die Arbeit erleichtert, als dass es mir noch mehr macht.
Und der wichtigste Nicht-Vorteil von Linux:
Es gibt nichts - aber auch wirklich überhaupt nichts - was Linux besser kann als Windows.
Eher im Gegenteil: es gibt keine brauchbare Börsen- oder Chartsoftware, es gibt kein vernünftiges Navigationsprogramm - ja soweit ich weiß gibt’s noch nicht mal ein anständiges Faxprogramm a la Fritzfax - bis heute nicht, von Spielen gar nicht zu reden. Und das sind nur einige Programme, die mir auf die Schnelle ohne nachzudenken eingefallen sind.
Welche Gründe gibt es also tatsächlich, Linux statt Windows zu benutzen?
Nur mal so eine kleine Anmerkung: Lichtjahre sind keine Zeitangabe sondern eine Längen Angabe. 1 Lichtjahr = Die Strecke die das Licht in einem Jahr zurücklegt (müssten so in etwa 9,5 Billionen Kilometer sein). Du hast davon beim Thema Usability geredet, wobei ich sagen muss, dass Linux (und insbesondere Ubuntu) in Sachen Usability nicht fern von Windows ist.
Vielleicht ist Linux nicht das OS, welches deinen Anforderungen entspricht, dazu bitte mal
“http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linuxistnicht_Windows/”
lesen. Das ist ein sehr witziger und sehr wahrer Artikel! :)
Ansonsten kann ich sagen, dass ich seit meinem Linuxwechsel vor einem halben Jahr sehr zufrieden mit meinem Ubuntu bin und auch Warcraft 3 läuft unter WINE ohne große Anstrengungen.
Allerdings hast du mit deiner Kritik am Upgraden vollkommen recht... irgendjemand hat mal gesagt “wen bei Ubuntu etwas nicht ”stable“ ist, ist es WIRKLICH nicht ”stable“ ”, das stimmt leider aber dafür gibts ja die LTS-Versionen!
Was die Podcastthemen angeht: gerne mehr Ubuntu!
:D
Grüße huygens
Das mit den Upgrades kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich habe problemlos alle meine Systeme seit dem ersten Ubuntu bis heute upgraden koennen.
Das Upgraden geht natuerlich nicht, wenn man meint am System basteln zu muessen (Compiz/Beryl Fremdquellen usw..).. Solche Fremdquellen ersetzen eben die Pakete, die eigentlich fuer die Fassung von Ubuntu vorgesehen sind.
Dass das Ganze mit dem Basteln zusammenhing ist wohl nicht ganz unwahrscheinlich, da geht einfach zu oft der Spieltrieb mit mir durch...
Aber eigentlich ist das Upgrade ja nicht zwingend notwendig. MS bringt ja auch nur alle 100 Jahre mal ein neues OS und mit 6.06 könnte man es wohl locker 2 Jahre lang aushalten! (Ein Bekannter von mit schwor bis vor knapp 2 Jahren auf Win98... weil er “immer zufrieden damit” war ^^)
Naja. Ich Upgrades sind bei Ubuntu schon sehr sinnvoll. Allein was neue Kernelversionen an Verbesserungen bringen. Und im Gegensatz zu Windows ist es bei den meisten Linuxdistris ja auch so, dass neuere Versionen eher schneller auf alter Hardware laufen, als die Alten. Zumindest wenn man nicht KDE benutzt ;) Wobei KDE4 wohl wieder nen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil bringen wird..
Hallo Timon
Hallo Matthias,
zu Ubuntu:
Ich habe mit Suse Linux 6.irgendwas die ersten Erfahrungen gemacht.
Als dann jedoch Win XP kam, habe ich nochmal einen Versuch gestartet und Windows installiert.
Dabei bin ich bis heute geblieben.
Hauptsächlich weil mir damals unter Linux einige Browser Plugins und sonstige Spielereien fehlten:-).
Gerne würde ich noch mal einen Versuch mit Ubuntu starten, nur gefallen mir irgendwie die Schriftarten unter Linux nicht, kann man das irgendwie ändern ?
Ich habe auch schon mal einen Versuch mit
Virtualbox gestartet, aber das hat überhaupt nicht funktioniert, vielleicht könnt ihr ja darüber mal ne Sendung machen :-)
ansonsten macht weiter so !
bis dann
Olaf
Hallo!
Weitere Schriftarten kann man unter Ubuntu mit
sudo apt-get install msttcorefonts
installieren. Da werden dann automatisch einige Standard-Windows-Fonts aus dem Internet geladen. Ansonsten kann man auch Truetype-Fonts in irgendein Verzeichnis kopieren (welches das war, ist mir gerade entfallen).
Bis dann,
Joscha
If there are other TrueType fonts that you want installed, it is as easy as copying the font files to the ~/.fonts/ directory.
Hi Olaf!
Dass du bei XP geblieben ist ist nicht verwunderlich. Es ist das beste OS, was MS bis heute auf den Markt gebracht hat. Ich finds ja auch witzig, dass Computerhersteller mittlerweile wieder XP als zusaetzliche Option anbieten, weil die Kunden Vista nicht wollen ;)
Was die Schriftarten angeht: mittlerweile muss ich sagen, dass mir die Schriftarten, die (zumindest bei Ubuntu) standardmaessig genutzt werden, besser gefallen, als die Win Schriftarten.
Ansonsten ist ubuntuguide.org und natuerlich die dt. Ubuntuusers Community (bes. deren Wiki) bei solchen Fragen immer eine gute Anlaufstelle.
Uebrigens: naechste Woche werde ich ein kl. neues Projekt von mir vorstellen: Daemon Tools fuer Ubuntu. Das ist naemlich eine Sache, die bisher unter Linux immer etw. schwierig war.
Hallo Matthias,
XP ist echt nicht soo schlecht wie es geredet wird, nur wird es langsam “langweilig”.
Ich habe schon immer gerne was “anderes” ausprobiert. (OS/2 oder Linux)
Jetzt ist halt wieder Linux dran, weil auf Vista werde ich wohl nicht umsteigen :-)
Zu den Schriftarten:
Mir gefallen die im Firefox unter Ubuntu irgendwie nicht so ganz.
Ich habe schon verschiedene probiert, aber war halt nicht mein Fall.
Aber ich habe ja jetzt ein paar Lösungsvorschläge bekommen.Danke!
Daemon Tools:
sagte mir bisher noch nichts, lese aber gerade, dass es etwas mit CD,DVD Images zu tun hat.
Bin mal gespannt!
bis dann
Olaf
Hi,
danke für die Tip(p)´s. Werde ich gleich mal ausprobieren.
bis dann
Olaf