Google macht diese Woche richtig von sich Reden. Diesmal soll eine Wissensplattform ähnlich wie Wikipedia mit Nutzerhilfe aufgebaut werden. Google baut hier allerdings nicht einfach eine Kopie sondern lässt auch konkurrierende Artikel als auch Nutzerbewertungen zu. Auf Wunsch der Artikelautoren kann auch Werbung von Google geschaltet werden. An den Einnahmen wird der jeweilige Autor dann beteiligt.
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
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Für uns überraschend war die Nachricht, dass NVIDIA die deutsche Firma mental images aufgekauft hat. mental images wurde 1986 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Bekanntestes Produkt von mental images ist mental ray. mental ray gehört neben Pixars Renderman zu den Industriestandards im Bereich der Renderer. mental ray ist unter anderem in Produkten wie Autodesk AutoCAD, 3ds Max, Maya, AVID Softimage XSI, Dassault Systems CATIA und Solidworks integriert.
Wie passt mental images nun zu NVIDIA? Zum einen ist NVIDIA natürlich stark im Spielemarkt engagiert. Aber mit NVIDIA Gelato hat NVIDIA auch eine Rendering-Software im Portfolio. Es könnte durchaus sein das NVIDIA sich durch den Zukauf von mental images hier Verstärkung geholt hat. NVIDIA Gelato nutzt hierbei die NVIDIA GPUs für die Berechnungen. Die Berechnungen sind zwar nicht in Echtzeit dafür aber durchaus sehr effizient da nicht ein Multifunktionsprozessor also ein herkömmlicher Prozessor genutzt wird, sondern eine GPU die speziell auf Grafikberechnungen optimiert ist. Zu hoffen ist, das mental images der Filmindustrie mit mental ray erhalten bleibt.
Das World Wide Web Consortium (W3C) arbeitet momentan den HTML 5 Standard aus. Daran sind natürlich auch die W3C-Mitglieder, unter anderem auch Nokia, beteiligt. In HTML 5 soll ein Video-Tag eingeführt werden. Um einen Mindeststandard für den verwendeten Video-Codec zu haben wurde vorgeschlagen den Ogg-Theora-Codec zu verwenden. Das würde bedeuten, dass jeder Browser der in der Lage ist HTML 5 Seiten anzuzeigen auch den Ogg-Theora-Codec unterstützen würde.
Vom Prinzip her ist dies eine gute Idee, insbesondere da Ogg Vorbis und Ogg Theora unter einer BSD-artigen Lizenz stehen, die auch gut für den kommerziellen Einsatz geeignet ist und keinerlei Lizenzkosten hätte. Nokia ist allerdings gegen die Ogg-Codecs und befürchtet, dass nach einigen Jahren doch eine Firma ein Patent ausgraben könnte, dass Folgekosten für alle HTML-5-Browser bedeuten könne. Deshalb hat Nokia jetzt darauf bestanden die Ogg-Formate aus dem HTML-5-Entwurf streichen zu lassen.
Die Ogg-Algorithmen wurden in den vergangenen zehn Jahren millionenfach eingesetzt weshalb es eher unwahrscheinlich sein dürfte, dass noch unbekannte Patente auf einmal zum tragen kommen könnten. Außerdem ist die Alternative eines lizensierten Codecs auch keine Garantie für die Sicherheit vor Folgekosten. Microsoft hatte für seinen Mediaplayer das MP3-Format vom Fraunhofer Institut lizenziert. Doch Alcatel-Lucent war ebenfalls an der Entwicklung beteiligt und hat Microsoft im Februar 2007 erfolgreich auf 1,52 Milliarden US-Dollar verklagt. Genau diese Argumente führten auch die Ogg-Entwickler an um sich gegen die Kritik von Nokia zu verteidigen.
Opera hat Beschwerde bei der europäischen Kommission eingelegt weil Microsoft seine Marktposition missbraucht, um den Internet Explorer mit Windows zu verknüpfen. Außerdem schränke Microsoft die Interoperabilität ein, da der Internet Explorer allgemein akzeptierte Webstandards noch immer nicht einhalte. Opera fordert von der EU-Kommission Wahlfreiheit für den Verbraucher zu ermöglichen und sich für offene Webstandards einzusetzen.
Als Vorschlag bringt Opera unter anderem die Möglichkeit ins Spiel, dass Windows künftig ohne den Internet Explorer ausgeliefert wird oder das alternative Browser gleich mit vorinstalliert werden.
Tatsache ist das die Existenz des Internet Explorer in seiner jetzigen Form für Webentwickler zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt, da Microsoft sich nicht genug an gängige Webstandards hält. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten weil ein Design immer zusätzlich für die Macken des Internet Explorer angepasst werden muss. Der Internet Explorer 7 ist in dieser Hinsicht etwas besser geworden, aber steht durch seine Inkompatibilität bei Webstandards Browsern wie Opera, Firefox oder Safari immer noch deutlich nach.
“Knol” so heisst das neue Google Projekt. Google Knol soll eine Wissensplattform werden die durch die Nutzer aktiv erweitert wird. Im Unterschied zu Wikipedia ist es allerdings möglich konkurrierende Artikel zu einem Thema zu schreiben. Im Vordergrund steht auch der jeweilige Autor eines Artikels. Ein Autor kann natürlich auch neue Revisionen seines Artikels bereitstellen. Ein kollaboratives Schreiben wie bei Wikipedia gibt es in der Form allerdings nicht. Dies verhindert dann auch Streitigkeiten über den Inhalt eines Artikels. Dafür kann die Knol-Community die Artikel kommentieren und bewerten. Eine zusätzliche Motivation für qualitativ hochwertige Artikel ist eventuell für den Autor, dass er an den Werbeeinnahmen durch Google Adwords beteiligt wird. Die Knol-Artikel sollen dann in den regulären Google Suchindex integriert werden. Natürlich lässt sich Google Knol auch direkt durchsuchen.
Natürlich besteht die Möglichkeit das in Google Knol Inhalte der Wikipedia einfach direkt übernommen werden. Es gibt aber auch wesentlich bessere Möglichkeiten als einfach die Wikipedia zu kopieren. Informationen die in der Wikipedia auf Grund verschiedenster Kriterien nicht geduldet wurden haben einen Platz in Google Knol. So kann man zum Beispiel auch Artikel wie Produktbeschreibungen bei Google Knol einstellen. Google Knol bietet also Platz für alle Arten von Artikeln die noch fehlen könnten und auf Plattformen wie der Wikipedia keinen Platz haben. Ein Screenshot eines Artikels auf Google Knol hilft einem recht gut zu verstehen wie Google Knol aufgebaut ist. Viele der Elemente die auf dem Screenshot zu sehen sind, sind allerdings noch nicht mit echter Funktionalität belegt.
Google Knol ist momentan noch im geschlossenen Beta-Test. Artikel kann man momentan nur auf Einladung von Google schreiben. In der späteren öffentlichen Version von Google Knol kann allerdings jeder Artikel einstellen wie er möchte.
Eine Vermutung warum Google Knol ins Leben gerufen wurde ist, dass bei vielen Stichwörtern als erstes Ergebnis ein Wikipedia Artikel steht. Wenn Google durch gut geschriebene Google Knol Artikel den Traffic bei sich behalten kann ist dies eine ideale Möglichkeit noch mehr Google Adwords Einblendungen zu vermarkten. In der Wikipedia ist grundsätzlich keinerlei Werbung erwünscht weshalb die Wikipedia kommerziell gesehen uninteressant ist.
Über StudiVZ hatten wir ja bereits in den Z!-News am letzten Freitag berichtet. StudiVZ hat inzwischen viele der offenen Formulierungen, die in den neuen AGBs kritisiert wurden, nachgebessert. Geblieben ist allerdings, dass wer die neuen Geschäftsbedingungen nicht akzeptiert aus StudiVZ rausgeworfen wird. Aus Sicht der Nutzer ist dies sicherlich weniger verständlich. Aber vielleicht sollte man dafür dankbar sein. Denn wer weiß schon welche Auswirkungen es für die eigene berufliche und private Zukunft hat. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass auch der eigene oder zukünftige Arbeitgeber über einen Internetzugang verfügt und problemlos einsehen kann was man an Informationen im Netz hinterlassen hat.
Allein schon die Anwesenheit im StudiVZ mag dem zukünftigen Arbeitgeber mehr über einen sagen als einem lieb ist. Das der zukünftige Mitarbeiter kein Sicherheitsbewusstsein hat, noch Wert auf den Schutz seiner persönlichen Daten legt ist damit durchaus vorhersehbar. Ob man diesem Mitarbeiter dann sensible Informationen und Aufgaben in der Firma übertragen will ist mehr als fraglich. Von daher entscheidet sich so manche Karriere vielleicht schon bevor sie überhaupt begonnen hat. Private Schnappschüsse auf Parties torpedieren da einen sauber durchstrukturierten Lebenslauf ohne das man es will. Selbst wenn man solche Fotos als harmlos empfinden mag, ein Arbeitgeber mag dies durchaus anders bewerten.
Die taz hat zu dem Thema auch einen lesenswerten Artikel verfasst. Allerdings ist, anders als im Artikel dargestellt, mit der neuesten Revision der AGBs von StudiVZ eine vollständige Löschung der eigenen Daten bei einer Kündigung der Mitgliedschaft garantiert.
Inzwischen konnten wir nochmals einen etwas genaueren Blick auf OpenOffice Online von Ulteo werfen. Die Java-Anwendung scheint eine Art Remote-Desktop Verbindung herzustellen. Der Vorteil ist, dass die Anwendung dadurch sehr flüssig läuft. Auch die Dateiverwaltung auf dem 1GB großen Speicher macht einen guten Eindruck. Die Anmeldung ist kostenlos aber momentan auf 15.000 Nutzer beschränkt. Von daher lohnt es sich sich schnell anzumelden.
Länge: 38:49
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