Letzte Woche haben wir uns so gefreut, dass ich nun endlich meinen neuen PreAmp nutzen kann. Nun ist mir auch da das Netzteil durchgeknallt. Manche Menschen haben einfach Pech, so scheint es. Trotztdem viel Spass mit der Sendung ;-)
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Die Sendung zum herunterladen:
Themen:
Hacken über FireWire
In den vergangenen Wochen wurde viel darüber berichtet, dass man auch aus dem RAM-Speicher abgeschalteter Rechner noch Daten (wie z.B. Passwörter) lesen kann. In dem Zusammenhang kam nun auch ein etwas älterer Angriff wieder ans Licht. In den IEEE 1394 Spezifikationen (auch bekannt als FireWire) ist es vorgesehen, dass an einen Rechner angeschlossene Geräte direkten Lese- und Schreibzugriff auf den Hauptspeicher des Rechners haben. Damit liesse sich bspw. unter Windows im laufenden Betrieb (auch unter Vista) das Passwort des Benutzers auslesen. Man muss natürlich sagen, dass es eh fast zu spät ist wenn ein “Angreifer” bereits physikalischen Zugriff auf den Zielrechner hat. Aber gerade in unübersichtlichen Firmenumgebungen sollte man vielleicht überlegen die FireWire Ports zu deaktiveren. Ähnliche Angriffe wurden übrigens auch schon auf Macs erfolgreich durchgeführt. Für Angriffe auf Linux gibt es zwar keine Demo, theoretisch müssten sie aber auch möglich sein.
AIM öffnet sich weiter
Bisher war es beim Instant Messenging so: Habe ich nur einen Account bei ICQ, kann ich natürlich nicht mit meinen Freunden bei Yahoo, MSN oder Skype kommunizieren. Das Gleiche gilt umgekehrt. Es galt also sich bei allen Diensten einen Account anzulegen, so dass man mit allen seinen Freunden kommunizieren kann. Das bedeutete aber auch, dass man 5-6 Chatprogramme (von den unterschiedlichen Anbietern) gleichzeitig offen haben musste. Um diesen Unsinn zu stoppen, gibt es drei Möglichkeiten: Multi-Messenger (Pidgin, Adium, Miranda und Trillian) die mehrere Protokolle in einem Programm bieten, Netzzusammenlegungen (AIM mit ICQ, MSN mit Yahoo) oder aber ein ganz neues System, welches die anderen ablöst.
Multi-Messenger haben das Problem, dass die Kommunikationsprotokolle nicht offen liegen und per Reverse Engineering rekonstruiert werden müssen. Ändert ein Anbieter sein Protokoll, funktionieren die Multi-Messenger nicht mehr. Besser ist der Ansatz von Jabber (XMPP), einem Protokoll, welches die Kommunikation erlaubt, egal wo man man seinen Account hat. Man kann sich auch seinen eigenen Jabber-Server aufsetzen und trotzdem mit allen anderen Jabber-Nutzern sprechen. Mittlerweile hat man bei vielen Email-Anbietern automatisch einen Jabber-Account (GMail, GMX) und sogar AIM experimentiert mit Jabber. AOL geht nun noch einen Schritt weiter und legt die Spezifikationen seines OSCAR-Protokolls, welches für die Kummunikation in AIM und ICQ genutzt wird, unter der Initiative OpenAIM offen. Dies gleicht einer Flucht nach vorn, denn auf lange Sicht werden die Nutzer auf offene Protokolle wie Jabber setzen wollen. Besonders clever ist dieser Zug jedoch auch in Hinsicht auf mobile Endgeräte. AOL muss sich nicht mehr darum kümmern, dass dort AIM/ICQ möglich ist. Alles, was die Entwickler brauchen steht nun frei zur Verfügung.
Backup-Server auf Ubuntu-Basis
Restore ist eine neue Backup-Lösung, die auf einem eigenen Backup-Server laufen muss. Das schöne ist allerdings, dass man auf den Rechner mit den zu sichernden Daten nichts weiter machen muss. Sind sie im Netz verfügbar, sicher Restore die Daten. Für kleinere Heim- und Firmennetzwerke ist das sicher eine interessante Lösung. Laut Herstellerangaben auch für “Große”. Man kann Restore entweder auf einem bestehenden Debian- oder Ubuntu-Server nachinstallieren, oder man richtet sich mit der Restore-CD ein komplett neues System ein. Bei Lifehacker gibt es eine bebilderte Anleitung.
GCal und Outlook sprechen miteinander
Outlook-Nutzer waren bisher aufgeschmissen, wenn sie ihren Kalender mit dem Google Calendar synchronisieren wollten. Sunbird hat diese Funktion bereits integriert. Andere Kalender, die das offene iCalendar-Format unterstützen können ü,ber den kostenlosen (aber etw. komplizierten) GCalDaemon synchronisieren. Einfacher sind da kommerzielle Lösungen wie gSync (Mac). Jetzt geht es endlich auch für Outlook-Nutzer einfach, Google selbst hat nun ein Programm zur 2-Wege-Synchronisation zwischen GCal und Outlook veröffentlicht: Google Calendar Sync.
Breitbanddrosselung
Wer einen Internetanschluss mit Flatrate hat, erwartet eigentlich, dass er vollen Zugang zum Internet mit allen seinen Diensten hat. Gottseidank ist es noch nicht so weit, dass man einen Gold-Zugang braucht, um mit Google suchen zu dürfen, einen Premium-Zugang, um auch Weblogs lesen zu können oder gar einen Platin-Zugang, um auch eigene Inhalte ins Netz stellen zu können. Das wäre auch Unsinn, schliesslich wird der Datenverkehr bereits doppelt gezahlt. Ich zahle an meinen Provider, dass ich auf Google zugreifen kann und umgekehrt zahlt Google ebenfalls für seine Internetanbindung. Einige Netzbetreiber wollen Wegelagerei betreiben, indem sie von Anbietern wie Google zusätzlich Geld dafür verlangen, dass Googles Daten mit voller Geschwindigkeit durchgeleitet werden. Das Thema lautet Netzneutralität. Die charmante Amanda Congdon hat das alles mal gut zusammengefasst. Netzneutralität heisst, dass die Daten neutral durchgeleitet werden, also ungeachtet der Herkunft, des Zieles oder der Anwendung, die sie generieren.
Nach aktuellen Meldungen gehört nun auch Kabel Deutschland zu den Providern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihre Nutzer durch Drosselung von Filesharing-Traffic zu verschmähen. In den Stunden zwischen 18 und 24 Uhr sei das Bittorrent-Protokoll laut Anwendern praktisch nicht nutzbar. Wegen seiner hohen Effizienz wird Bittorrent von vielen Firmen und Einrichtungen genutzt, um Bandbreitenkosten zu sparen und die Downloadraten für die eigenen Nutzer zu erhöhen. So bekommt man per Bittorrent ausser Linux-Distributionen auch seine Word of Warcarft Updates, Videopodcasts, Lehrvideos und natürlich Software. Werden die Inhalte ausschliesslich über Bittorrent angeboten, stehen Kunden von drosselnden Providern dumm da.
Der neue EEE-PC
Asus hat auf der CeBIT wie erwartet die zweite Generation des EEE-PC vorgestellt. Er kommt wie erwartet mit einem 8,9 Zoll Display. Allerdings wird es ihn nun auch mit Windows XP geben. Die Preise der Linux- und Windows-Version sollen identisch sein. Allerdings erhält der EEE-PC 900 in der Windows-Fassung nur 8GB SSD, wärend die Fassung mit Xandros-Linux 12-20GB SSD Speicher erhalten soll. Man kauft das Windows also über Ersparnisse bei der Hardware. Außerdem wird Intel’s neuer Atom-Prozessor zum Einsatz kommen. Laut Asus CEO Jerry Chen sollen dieses Jahr noch einige weitere Modelle auf den Markt kommen, unter anderem mit WiMAX und HSDPA integriert. In einem lesenswerten Interview äßerte sich Chen sehr offen über die Zukunft des EEE-PC und die Rolle dieser günstigen Geräteklasse im Allgemeinen.
Internet Explorer 8 lernt Standards
Der IE8 wurde in einer ersten Beta veröffentlicht. Neu an dieser Version ist, dass Microsoft sich erstmals an Standards hält, womit ein langersehnter Traum vom Web-Entwicklung und -Designern erfüllt wird. Wenn man möchte, dass die eigenen Seiten in allen Browsern und auf allen Plattformen identisch aussehen, liegt es nahe sie möglichst standardkonform zu konstruieren. Damit sie dann allerdings im Internet Explorer überhaupt noch angezeigt werden, sind so einige Hacks nötig. Dank der weitestgehend vollständigen CSS2.1 Unterstützung vom IE8 wird es damit ein Ende haben. Wenn dieser Schritt nicht 10 Jahre überfällig wäre, würde ich sagen Lob, Respekt und Anerkennung.
Wirklich bahnbrechende Neuerungen sind in der Beta ansonsten noch nicht zu erkennen, aber dafür ist es ja auch nur eine Vorschau. Es gibt eine neue Art von Kontextmenus, die einem zusä,tzliche Informationen direkt innerhalb der Seite anzeigen (z.B. Kartenausschnitte, wenn man eine Adresse markiert) und die von Safari geklaute Möglichkeit einzelne Bereiche von Seiten in so genannten WebClips zu speichern, die man sich - ähnlich wie die Widgets unter OS X - nach Bedarf anzeigen lassen kann. Interessierte können sich die neue Version bei Microsoft downloaden.
FeedDemon und NetNewsWire kostenlos
Zum Schluss noch ein kleiner Softwaretip für Windows- und Mac-Nutzer. Die Firma NewsGator bietet die beiden wohl beliebtesten RSS-Feed-Programme FeedDemon (Win) und NetNewsWire (Mac) nun kostenlos an. Mit solchen Programmen kann man die RSS-Feeds seiner Lieblingsseiten und Blogs in einem bequemen Format offline lesen. NewsGator speichert (laut eigenen Aussagen anonym) welche RSS-Feeds die Nutzer ihrer Software abonnieren. Diese Informationen sollen wertvoller sein, als der Verkauf der Software, weshalb sie nun freigegeben wurde.
Länge: 37:35
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hallo,
noch eine anmerkung zur alice-störungshotline, die lt. matthias kostenlos ist.
dies ist richtig, gilt aber nur für die telefonie. alles andere, inkl. dsl, kostet 14 c/min., wie ich gestern erfahren durfte.
lg
peter
Hi Peter,
0800-4110411
da dann auswählen, dass man eine Telefonstoerung hat und sich nicht von der Aussage stoeren lassen, dass man dort ausschliesslich Telefonstoerungen aufgeben kann. Dann bekommt man eine 0800er Nummer fuer Telefonstoerungen.
Da wurden meine DSL-Stoerungen bisher immer aufgenommen. Die bearbeiten die dann zwar nicht direkt, leiten die Stoerung dann aber an einen Techniker weiter, der einen zurueckruft.
Matthias
Hi Timon, kannst du nochmal kurz erklären, welche Schritte du zum Suchen einer Adresse in Google Maps durchführst?
Beste Grüße
Hi Daniel,
du klickst mit der rechten Maustaste in Opera oder Firefox in das Google Maps Eingabefeld und legst eine Suche an. Gleichzeitig vergibst du noch ein Keyword um den Link aufzurufen meinetwegen “map”.
Dann markierst du in einer Website die gewünschte Adresse und kopierst sie (Strg+C). Machst einen neuen Tab per Hotkey auf (Strg+T), tippst “map”, Leerzeichen und fügst per Strg+V die Adresse ein und drückst Enter.
Ich hatte hoffnungsvoll Euren Podcast abonniert. Und heute sofort wieder runtergeschmissen. Allein der Beitrag “Hacken über Firewire” war grauenhaft. Leute, wenn ihr keine Ahnung habt wovon ihr redet, dann spekuliert nicht einfach rum, sondern macht Euch schlau, bevor ihr in der Öffentlichkeit über Themen redet, die Ihr maximal im Heise-Newsticker oder sonst wo gelesen habt. Es besteht die Gefahr, dass es Abonennten gibt, die den Quatsch glauben, den ihr da rumspekuliert.
Hört Euch den Mist noch mal an, den Ihr da verzapft habt und denkt über vollgenden Punkte noch mal genau nach:
1. Physikalischer Zugriff auf einen Rechner
2. Netzwerk über Firewire
3. USB vs. FireWire
Zu allen drei Punkten habt ihr vollkommenen Blödsinn erzählt.....
Wenn Ihr ein Mitteilungsbedürfnis habt, dann beschränkt Euch doch bitte auf Themen, von denen Ihr ansatzweise Ahnung habt. Oder holt Euch ein wenig Informatik-Erstsemester-Literatur. So ist es jedenfalls grauenhaft.....
Franz
Hallo Franz,
ich wäre dir sehr dankbar wenn du etwas zu unserem Wissen beitragen könntest und Informationen zu den Punkten geben könntest die du kritisierst. So weiß ich nur, dass du anscheinend mehr zum Thema weißt aber nicht was denn nun genau falsch sein soll.
Vielen Dank für deine Unterstützung,
Timon
Hallo ihr beiden,
ich weiss zwar nicht, wieso mir das passiert ist, aber ich kam heute erst dazu, mir diesen Podcast bis zum Ende durchzuhören. Ich habe mir Feeddemon zum Testen auf die Festplatte gespielt um eure Euphorie zumindest nachvollziehen zu können.
Leider scheint dieses Programm nicht ohne weiteres mit allem Feeds umgehen zu können. selbst die meiner Tgeszeitung (.xml) will er mir einfach nicht anzeigen. Kennt Ihr diese Problematik? Habe diese Probleme mit FeedOwl und RSS Bandit nicht gehabt...
Abschließend noch ein kleines Wort zum “Franz” - wenn du soooo viel Mehrwissen dir angeeignet hast, dann komm in die Puschen und stell doch erstmal selbst sowas auf die Beine. Von mir gibts allein für die Konstanz und Regelmäßigkeit schonmal volle Punktzahl - nicht jeder gibt sich aus so eine Mühe für andere...
Ich finde, ein persönlicher Podcast kann, darf, ja soll sogar subjektiv ausdrücken, was der Verfasser zu einer Thematik denkt (selbst bei der Themenauswahl ist dieser Einfluß vorhanden). Und wie auch in den Z-News zu hören ist: Dieser Podcast erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch Richtigkeit - wenn man aber analog die zwei Herren vom cc2 sich anhört, dann kann der Einfluss und das subjektive Empfinden auch mal nach hinten losgehen.
Ich finde Euren Podcast sowohl informativ als auch unterhaltsam - und wenn eine Thematik interessiert, dann sollte man sich einfach auf den Hosenboden setzen und selbstnachschlagen...
Beste Grüße soweit und immer weiter so...
Hi Thomas,
erstmal vielen Dank für dein Lob und dein Feedback.
Was Feeddemon angeht, mit welchen Feeds hast du es denn genau probiert? So lange ich unter Windows gearbeitet habe war ich eigentlich immer zufrieden mit Feeddemon. Auf dem Mac nutze ich halt NetNewsWire und bin damit auch zufrieden.
Zugegebenermaßen habe ich natürlich mich nicht mehr mit anderen Produkten befasst, nachdem ich nach längerer Suche endlich die Produkte hatte die mir gefielen.
Beste Grüße,
Timon
Hallo Timon. Das Problem tritt zum Beispiel bei diesen hier auf: http://www.morgenweb.de/xml/rheinneckarticker.xml
Sonderbarerweise nicht bei anderen Feedreadern - in der Vorschau zeigt Feeddemon auch den Feed... sehr sonderbar...
Also ich hab den Feed problemlos in FeedDemon hinzufügen können. In dem Feed sind ja auch nur Überschriften und der Link zum Artikel. Das wird aber auch einwandfrei angezeigt.
hmpf - war wohl irgendein Problem beim Rücksynchronisieren - jetzt geht komischerweise - und schwupps, ist der Thomas glücklich ;)
Anywayz - toller Tipp von Euch (wenn auch Englisch) und nichts für Ungut für den Stress wegen des Feeds
Prima, schön das es funktioniert. :-)