Das Internet ist nicht mehr wegzudenken. Es wird nicht nur bei kommerziellen Anwendung, sondern auch bei Dingen wie Tele-Medizin immer wichtiger. Umso dringlicher ist es, dass die Bedingungen für die Infrastruktur vernünftig geregelt werden. Was da falsch laufen kann besprechen wir in dieser Sendung. Viel Spass!
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Die Sendung zum herunterladen:
Themen:
Die öffentlich-rechtlichen Sender als Stream
Als der kostenlose TV-Streaming-Dienst Zattoo letztes Jahr startete, waren hauptsächlich drittklassige Fernsehsender empfangbar.
Nach langen Verhandlungen ist es nun endlich möglichn das gesamte TV-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender zu streamen. Neben ARD, ZDF und allen “Dritten” gibt es Arte, 3sat
und die digitalen Spartenkanäle zu sehen. Die Qualität der Übertragung ist nicht optimal, aber durchaus guckbar. Den Client gibt es netterweise für Windows, Mac und Linux.
Weitere Infos: heise online
Neuer Dokumentenstandard
“Wozu braucht man überhaupt einen Dokumentenstandard?” könnte man sich fragen. Die Antwort liegt nahe, wenn man versucht seine alten Word-Dokumente
von Anfang der Neunziger zu öffnen. Die Antwort liegt noch näher, wenn man versucht, dies mit einem anderen Programm als Microsoft Word zu tun. So richtig deutlich wird es dann, wenn man
sich in die Situation von Behörden und Firmen versetzt, die ihre Dokumente auch in 50 Jahren noch lesen können wollen. Dies ist nur möglich, wenn das Format, in dem die Dokumente
gespeichert sind, wohldefiniert ist. So kann man im schlimmsten Fall in 50 Jahren einfach die Spezifikationen neu implementieren, um die alten Formate lesen zu können. Um dieses Problem
zu lösen wurde das OpenDocument Format erdacht, spezifiziert und schliesslich durch die ISO/IEC zum internationalen Standard. ODF wird von
vielen freien und kommerziellen Office-Anwendungen unterstützt (OpenOffice.org, Star Office, KOffice, AbiWord und Microsoft Office), zur Beliebtheit des Formates sei der entsprechende
Abschnitt des Wikipedia-Artikels als Lektüre empfohlen. Dieser Standard ist sowohl mächtig, als auch übersichtlich.
Microsoft reicht ODF als Standard nicht aus, um den Fortbestand der eigenen Office-Reihe zu sichern. Durch die Zusammenarbeit mit Novell unterstützt Microsoft zwar ODF (daher gibt es auch ein
ODF-Plugin für MS-Office), aber in Redmond besteht man trotzdem auf einen eigenen Standard mit dem handlichen Namen Office Open XML, kurz OOXML. Dieses Format wurde bereits letztes Jahr von
der ECMA als Norm akzeptiert und ist nun - ebenso wie ODF - von der ISO zum internationalen Standard gekürt worden. Problematisch
daran ist nicht nur, dass wir jetzt zwei Standards haben, sondern dass OOXML so komplex ist, dass sich wohl niemals zwei Implementationen dieses Standards gleichen werden, was ihn als Standard
as absurdum führt. Mark Shuttleworth (Gründer von Ubuntu) kritisierte, dass Microsoft den Standardisierungsprozess der ISO manipuliert
hätte. Viele Länder, die sonst nichts mit der ISO zu tun haben, seien von Microsoft dazu gebracht worden, am Prozess teilzunehmen und zu Gunsten des Microsoft-Formates zu entscheiden.
Technische Gremien seien mit Microsoft-Mitarbeitern und -Wiederverkäfern besetzt worden.
Weitere Infos: golem / heise online
Die fragile Infrastruktur des Internet
Die meisten Menschen nehmen die Infrastruktur des Internet als gegebene Selbstverständlichkeit hin. Für sie funktioniert es so: Auf der einen Seite bezahle ich an meinen Provider,
um an das Internet angeschlossen zu werden. Auf der anderen Seite bezahlt der Betreiber einer Internet-Seite, um seinen Server an das Internet anzuschliessen. Doch was ist dazwischen?
Das Internet ist im groben folgendermassen organisiert: Es besteht aus vielen einzelnen Unternetzen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie unter einer eigenen Verwaltung stehen.
Das können Netze von Universitäten, Telekommunikationsanbietern, aber auch einzelnen Firmen sein. Diese Netze nennen sich Autonome Systeme
und erst ihr Zusammenschluss bildet das Internet. Die oberste Ebene bilden s.g. Tier-1 Carrier (Anbieter des ersten Ranges). Meistens sind dies Telekommunikationsanbieter wie AT&T oder Verizon. Diese
Anbieter verkaufen ihre Infrastruktur an andere Anbieter, welche diese wiederum an den Endkunden vermieten (Internetnutzer oder Webseitenbetreiber). Unter den Tier-1 Carriern fliessen gewöhnlich
keine Gelder. Über s.g. Peering-Abkommen wird geregelt, dass man die Daten der Konkurrenz kostenlos durchleitet, wenn diese dies im Gegenzug auch tut. Als Tier-2 Carrier bezeichnet man entsprechend
kleinere Anbieter, die zwar grosse Netze haben, aber trotzdem noch an Tier-1 Carrier für ihren Traffic in deren Netze zahlen müssen. Aus Merketinggründen bezeichnen sich Tier-2 Carrier selbst
als Tier-1 Carrier.
Was passiert, wenn zwei solche Tier-2 Carrier in die Haare bekommen, hat sich in den letzten Wochen gezeigt. TeliaSonera ist ein grosser europäischer Anbieter aus dem skandinavischen Raum. Cogent
- ein US-Anbieter ist auf eben diesem Raum am expandieren. Es kam zum Konflikt und die beiden Anbieter haben die Verbindung zwischen ihren autonomen Systemen gekappt. Die Konsequenz: Ist ein Webserver
über Cogent an das Internet angebunden, können Nutzer, deren Provider TeliaSonera nutzt, diesen nicht mehr erreichen. Kleine Machtspiele unter den Anbietern der Infrastruktur können also
sehr schnell die Funktionalität des Internet gefährden. Ein Umstand dessen man sich bei zunehmender Bedeutung des Internet unbedingt bewusst sein sollte. Dies ruft das Thema
Netzneutralität auf den Plan. Ohne Frage müssen international gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, die nicht nur sicherstellen,
dass Daten ungeachtet ihrer Herkunft und Beschaffenheit weitergeleitet werden. Es muss auch dafür gesorgt werden, dass zentrale Infrastrukturanbieter einen solchen Kindergarten in Zukunft nicht mehr
veranstalten können. Da wäre ein Schlichtungsgremium nach Vorbild der WIPO evtl. eine Lösung.
Weitere Infos: heise online
Was treiben Google und Skype?
Nach einer Meldung von TechCrunch befinden sich momentan angeblich Google und eBay in Gesprächen
über eine potentielle Partnerschaft bei Skype. Google hat einige Dienste im Portfolio, die für Skype-Nutzer interessant sein könnten. Ein
Vertrag, der auf lange Sicht die Kompatiblität zwischen Skype und GTalk sichern soll, besteht bereits seit 2006. Die Spekulationen
reichen momentan von einer Partnerschaft, bis zu einer Übernahme. Auch Letzteres wäre vor dem Hintergrund denkbar, dass Skype eBay sehr viel gekostet hat, aber bisher nicht viel eingebracht hat und
vor Allem insgesamt nicht in eBays Produktpallette passt. Für Googles Portfolio wäre Skype eine exzellente Ergänzung und als kleines Bonbon dürfte man wohl auch die Öffnung des
Protokolls erwarten. Bei dem Thema handele es sich übrigens nicht um einen Aprilscherz, wie der britische Register meint.
Microsoft droht Yahoo mit feindlicher Übernahme
Die Spekulationen gingen mittlerweile ja so weit, dass man annahm Microsoft wolle mit dem Übernahmeangebot nur Resourcen bei Yahoo binden, so dass die Firma schwächer würde und
Microsoft sie dadurch kaputt machen könnte. Jetzt sieht es wohl so aus,
dass Microsoft es doch ernst meint. Wenn Yahoo sich nicht bald mit Microsoft gütlich einige, werde man eine feindliche Übernahme anstreben. Das hiesse, das Microsoft sich direkt an die
Yahoo-Aktionäre wendet, um über deren Anteile die Mehrheit an Yahoo zu erlangen. Was wir dazu denken kann man im Detail in der Sendung hören.
Eine andere Frage, die wir uns bereits in anderen Sendungen gestellt haben, ist wie Microsoft auf die blühnde LowCost-Sparte reagiert. Die günstigen Rechner verkaufen sich weltweit wie
geschnitten Brot, sind aber zu langsam für Windows Vista. Da der Support für Windows XP eingestellt werden sollte, hatte Microsoft somit für diese Sparte kein Produkt mehr im Programm.
Die Antwort auf diese Problematik ist - wie erwartet - die Verlängerung des Verkaufs von XP, bis der Vista-Nachfolger Windows 7 2010 vorgestellt wird.
Weitere Infos: Spiegel Online / heise online
JPGs drehen
Verlustbehaftete Bildformate wie Jpeg haben das Problem, dass bei jeder Bearbeitung Qualität eingebüßt wird, da die Bilder bei jedem
Speichern neu komprimiert werden. Das ist besonders ärgerlich, wenn man ein Bild nur drehen möchte. Solche Informationen (das Bild um 90 Grad nach rechts kippen) lassen sich glücklicherweise
auch in den EXIF-Metadaten von JPG-Bildern speichern. Windows kann dies von Haus aus, OS X leider nicht. Daher sei am dieser Stelle das kleine Tool Xee
für OS X empfohlen. Eine gesamte Liste von Programmen zur verlustfreien Bearbeitung von JPG-Dateien wurde auf jpegclub.org zusammengestellt.
Länge: 37:35
Wer sich zu den Sendungen äußern möchte kann dies gerne über unsere
Kommentarfunktion hier auf der Website tun. Wichtig: Eure E-Mail
Adresse wird zu eurem Schutz bei den Kommentaren nicht eingeblendet!
Außerdem könnt ihr uns auch gerne eine E-Mail an dialogATz-podPUNKTde schicken.
Inwieweit besteht (oder wird/soll bestehen) denn Interoperabilität zwischen Skype und Googletalk?!
Hi, bisher keine. Es ist ja wie wir sagten nur bekannt das Google mit Ebay über Skype redet. Was dabei inhaltlich rauskommen soll ist nicht bekannt. War also nur eine Spekulation welche Möglichkeiten es geben könnte.
Hat jemand ne Idee, wie ich Zattoo hier in Texas benutzen kann?
PS: Timon, hab mich lange nicht gemeldet. Hoffe es geht euch gut.
Hi Henric,
mir geht es so weit gut. Ich hoffe dir auch?
Zu deiner Frage: Also prinzipiell denke ich müsste es möglich sein wenn du deinen Traffic per VPN auf einen in DE gehosteten Server tunnelst. Wobei Zattoo keine Angaben macht welche Ports es nutzt, aber das spielt bei VPN ja auch keine Rolle.
Für mich wäre so was interessant um Dienste wie Pandora oder Hulu nutzen zu können.
Wie sieht denn das von der legalen Seite aus? Muesste man da nicht theoretisch bedenken haben, oder ist das ein Problem der Anbieter. Schließlich stellen die ja den Content bereit?
Ja, Pandora ist aus meiner Sicht wirklich deutlich treffsicherer als Last.fm. Hulu im übrigen echt richtig cool.
Bin zwar kein Anwalt, aber wenn die AGBs nicht die Nutzung eines Proxy bzw. VPN-Dienstes verbieten gibt es wohl keine Probleme.
Bei iTunes wird ja geprüft wo der Kreditkarteninhaber seine Karte ausgestellt bekommen hat. Von daher kann man dort nicht in anderen Ländern einkaufen.
Die meisten Dienste prüfen die Zugangsberechtigung ja über eine geolokalisierte IP.
hey Timon,
finds übrigens klasse, dass ihr nach und nach das ganze Repertoir des Web twopointouh hinzufügt. also twitter, facebook und co. nach und nach totale Vernetzung - also ich finds prima ;o)
Naja mit Bedacht aber stetig. Ich hab schon zu Matthias gesagt, ich will nicht irgendwann an dem Punkt sein wo wir nur noch über die guten alten Zeiten reden und uns über den “neumodischen” Kram aufhalten. facebook bietet ja nun genug Kontrolle über die Privatsphäre und sagt mir persönlich auch mehr zu. Wobei die ruhig an der Übersichtlichkeit was tun könnten.
Twitter find ich für uns als Podcast recht praktisch weil wir all die kleinen Neuigkeiten dort reinschreiben können ohne dazu einen Blogeintrag machen zu müssen. Außerdem kann man den RSS-Feed abonnieren ohne das ich wie hier den Feed per Hand schreiben muss. Im Twitter Feed schreiben Matthias und ich dann auch parallel jeweils mit M: und T: davor.
Ich denk es ist ganz nett zu wissen, wann wir grad die Sendung aufnehmen, schneiden oder ob es sonstige Neuigkeiten bei uns gibt. Zumindest für diejenigen die immer auf dem aktuellsten Stand sein wollen. Für mich ist es auch praktisch weil ich dann auch mal eine Verspätung kommunizieren kann ohne unser Blog mit Kleinigkeiten zu belasten.
Tip am Rande...
JPEG LOSSLESS ROTATOR für Windows:
http://anryhome.com/software/jpeglosslessrotator/
Naja unter Windows ist der Bedarf ja nicht so gegeben, selbst die Windows Bildanzeige beherrscht es ja schon und XnView und IrfanView können es auch. Nur unter OS X ist die Auswahl rar.
Bemerkung zu Webmail
Zuerst einmal: Prima Podcast, ich bin schon seit fast 2 Jahren Euer treuer Hörer. Danke für den vielen Fleiß!
Ich nutze sehr gern googlemail als Webmail-Dienst. Es bietet sehr gute Funktionen, wie z.B.
- Volltextsuche
- Schnelligkeit der Bedienung
- Nutzung von Labels
- Umfangreiche Funktionen
- Übersichtlichkeit
- gute Funktionalität bei Nutzung über das Handy
- viel Speicher
- kostenlos
Sehr oft wird über die ungeheuere Datensammlung bei google diskutiert.
Ich suche deshalb einen deutschen Anbieter, der unseren Datenschutzbestimmungen unterliegt.
Hierbei wäre ich auch bereit monatlich z.B. 5 EUR zu zahlen.
Bei keinem anderen Webmailanbieter habe ich bisher etwas Vergleichbares gefunden (insbesondere finde ich keine Labels).
Für mich ist das eine Marktlücke. Warum bietet dies niemand an oder habe ich etwas übersehen?
Hi Norbert,
ich hab natürlich auch nicht bei jedem Freemailer ein Konto aber unter den größeren Anbietern kenne ich auch nichts vergleichbares. Als freien Webmailer den man auf eigenen Mailservern aufsetzen kann gibt es IMP. Der ist zwar sehr gut für das was er kann aber eben nicht mit Gmail vergleichbar.
Bei deiner Suche nach einer Alternative solltest du allerdings bedenken, dass bei der jetzigen Gesetzeslage dein deutscher E-Mail Provider auch der Vorratsdatenspeicherung für E-Mails unterliegt.
An deiner Stelle würde ich eher zu einer bezahlten Version von Gmail tendieren, weil dort hast du einen werbefreien E-Mail Account, d.h. deine Mails werden auch nicht automatisiert auf werberelevante Stichwörter hin ausgewertet bzw. es wird grundsätzlich keine Werbung eingeblendet.
Auch Google hat Datenschutzbestimmungen was die E-Mails angeht und die man sich ohnehin als Nutzer wenigstens einmal durchlesen sollte. Die sind eigentlich ähnlich gefasst wie es hier auch in Deutschland der Fall ist. Von daher sehe ich keinen Vorteil bei einem deutschen Anbieter meine E-Mails zu verwalten. Solltest du Bedenken haben kannst du auch eine E-Mail an den deutschen Support von Google schreiben, die E-Mail Adresse findest du am Ende der Datenschutzbestimmungen. Deine Bedenken und Wünsche würde ich in deinem Fall unbedingt einmal Google mitteilen damit sie wissen was sich die Nutzer wünschen und was sie von der Nutzung abhält.
Die einzige ernstzunehmende Alternative was den Datenschutz angeht ist einen eigenen Mailserver zu betreiben aber das geht halt auf Kosten des Komforts den Gmail bietet. Abgesehen davon sollte man zumindest halbwegs versiert sein in der Wartung eines solchen Servers.
Beste Grüße,
Timon
Hi Timon,
danke für die Infos.
Mich stört, dass es für Googlemail keine ernstzunehmende Konkurrenz gibt. Bei Bestehen von Alternativen würden sich die gespeicherten Daten auf die Anbieter verteilen und nicht so übermächtig wirken. Scheinbar will dieses Feld aber auch niemend besetzen. So habe ich an web.de und gmx.de geschrieben, aber noch nicht einmal eine Antwort erhalten (ist sicher im Spam gelandet). Somit kann die Datensammlung bei google fröhlich weiter wachsen.
Viele Grüße und macht weiter so,
Norbert
hmmm, ich für meinen Teil muss sagen, dass ich bislang immer noch keinen triftigen Grund für mich pro GMail sehe. Ich besitze zwar (seit geraumer Zeit) dort ein Mailkonto - doch dies verwende ich eigentlich nur für “Zweitaktivitäten” im Netz. Für meinen aktiven Mailverkehr (beruflich und mit Freunden) benutze ich immer noch die IMAP-Mailkonten meiner Homepages. Und selbst bei diesen Zweitaktivitäten verwende ich immer noch die Oberfläche von lokalen Mailprogrammen (je nach Umgebung Outlook, Thunderbird und Sylpheed Claws). Wäre aber dennoch schön, wenn mir jemand die Vorzüge dieses Onlinedienstes vom großen Bruder näher bringen könnte...
Warum nutze ich gmail?
Ich benutze gmail privat an verschiedenen Computern (Standort beruflich und privat).
Wegen Dienstvorschriften und einer Firewall ist am beruflichen Standort nur Web-Mail möglich. Darüber hinaus ist ein komfortabler Zugriff über das Handy einfach (auch mit Labels und Volltextsuche).
Wesentliche Vorteile bei der Benutzung sehe ich in:
- Volltextsuche (bei google übliche verschiedene logische Verknüpfungen sind möglich)
- Labels (mehrere Labels zu einer Mail erleichtern das Wiederfinden)Bei den sonst üblichen Ordnern ist immer nur eine Zuordnung möglich.
- durch Ajax merkt man kaum noch, dass es sich um eine HTML-Seite handelt
- sehr effektiver Spamfilter
- sehr übersichtliche Zusammenfassung der zusammengehörenden Mails in Threads (Antworten melden sich mit meiner Ausgangsnachricht)
- Adressbuch mit sehr leichter Nutzbarkeit (Buchstaben der gewünschten Adresse eintippen, nur noch die jeweils zutreffenden werden angezeigt)
- POP3 und IMAP möglich
- Seit Nutzung von gmail quillt mein Posteingang nicht mehr über. Einfach alle gelesenen Mails archivieren, man findet es über die Suche wieder (oder natürlich löschen wie bisher ;-).
Mit Hilfe der Volltextsuche und logischen Verknüpfungen lassen sich schnell und einfach die Mails durchsuchen. So kann man Informationen, die man
auch wieder finden will, an sich selbst schicken und mit entsprechenden Stichworten versehen. Eine Suche nach dem Stichwort von einem beliebigen Ort über Handy bringt die Info wieder zu Tage.
Viele Funktionen lassen sich erst überzeugend testen, wenn man mehr als nur wenige Testmails hat.
Nachteile gibt es auch. Diese sind aber derzeit nicht mein Problem, da ich ja Alternativen suche.
Dem kann ich nur zustimmen.
hallo!
Ich benutze gmail auch und bin zufriedener Nutzer. Allerdings macht mir das Monopol von gmail auf diese Art der Mailverwaltung auch Sorgen, denn wo bleibt Europa? Wir machen uns von Google ziemlich abhängig, es wird sogar schon Stück für Stück unser Buchgut von Google eingescannt. Die Datenkrake holt sich, was sie kriegen kann. Und warum auch nicht! Doch wir bleiben hintendran. Macht doch mal dies mal zum Thema einer Episode, vielleicht machen sich ja noch mehr Menschen Gedanken darüber!
Liebe Grüße!
Was befürchtest du denn konkret?
Hallo, goßes lob an euere Sendung. habe sie schon 3mal erfolgreich weitergeworben.
So, nun zu Google. Was bei Goggle so gefährliches ist, das in Zukunft immer mehr Daten gesammelt werden und der Herr darüber dan sagn wir es einfach, macht hatt. Google ist die meist genutze Suchmaschine. Somit stellt Google den zugang zu den Daten im Netz herr. Obwohl, Google motto “Don’t be evil” ist, ist ihn der Chinesische Markt wichtiger als ihr Motto. Warum sollte es in zukunft nur in China und anderen dritte Welt-Ländern so sein? Nur eine kleine Such-Änderung könnte Google schon in Europa eine menge Geld machn, oder die “Menscheit” “lenken & manipulieren”. G-Mail kommt da noch hinzu. So Hat Google eine riesen Datenbank an Suchanfragen, Private mails, telefonatgespräche, private Bilder und und und. (kann da z.B. mal den kurzen Film Epic empfehlen). ich kenne nicht alle AGBs, aber bei Adobes Onlinephotoshop tritt man die rechte von den Bearbeiteten Bild an adobe ab. ICQ schreibt das sie alle texte selber nutzen dürfen und auch Weiterzuverarbeiten. Google ist nicht unedingt zu mächtig, nur seine Interressen sind glaube ich nicht die Richtigen.
G-Mail nutze ich selber nicht. Aber Freunde. Sende ich ihnen eine mail, wird die genauso gefiltert. Somit habe ich auch schon ein ausreichendes Profil bei Google. Obwohl ich nie die AGBs von G-mail akzeptiert habe.
Eine Europäische alternative zu Google ist wünschenswert.
Ein sensibles umgehen mit Google ist notwendig.
Ergo, darüber reden. Diskutieren, alternativen suchen. Wenn wir es nur hinnehmen, ändert sich nichts, auch nicht das Verhalten von “Datenkraken”
P.S. Bitte Sprecht weiter über Google und über Datenschutz. Das ist ein ganz heißes Thema.
mfg Michael
Hallo Michael,
vielen Dank für dein Engagement für unseren Podcast. Ich hab das Thema mal, bezogen auf alle Kommentare hier, in den aktuellen Z!-News aufgegriffen.
Anbei noch das Video con Epic2015
http://de.youtube.com/watch?v=DYtAGIfFxFQ
Es ist schon richtig, Datensammlung von Staatswegen aus läßt sich weniger unterbinden als von Anbietern. Ich kann nicht einfach mit einen andern “Staat suchen”.
Google betreibt ja die meisten Server im Netz. (Keiner könnte das momentan besser, denke ich) Es gibt “kein” zentrales Rechenzentrum, wie wird dort der Hardware und Softwarezugriffsschutz auf Maschinen sichergestellt? Wie erfollgt der Austausch zwischen den Servern? Gut, mit welcher Warscheinlichkeit bekommt man den Richtigen Server! Würde mich aber Interresieren. Google gibt sich aber in sachen Auskunft sehr bedeckt.
Das Thema Datenschutz wird meiner Meinung nach aber viel zu wenig ernst genommen. Ich habe nichts zu verbergen ist für mich eher eine Ausrede sich mit der Problematik zu befassen als ein wirkliches Faktum.
Auch der Umgang mit seinen eigenen Daten wird viel zu leicht genommen.
Was man gesag hatte, ist “schall und rauch” und man kennt die Gesprächspartner. Printmedien (geschreibenes Wort) kennen mehrere, aber auch eher nur eine begrenze Anzahl von Menschen.
Im Interent, stehen die Daten jeden zur verfügung, eine lange Zeit. Daher sollte man schon bewußt mit Publikationen umgehen.
Wie schon erwähnt, sollte das Thema Datenschutz öfters angesprochen werden. Eine kritische Diskusion führt dann zu sensibilisierung und einen bewußteren Umgang.
mfg Michael
Hi Michael,
das Video kenne ich. Was die Server angeht, ist dir bewusst, dass z.B. jeder Bankangestellte deine Kontodaten einsehen kann? Als Serverbetreiber, kann ich in jedes Mailkonto reinschauen wenn ich es wollte. Dafür bedarf es also nicht einmal eines großen Betreibers wie Google. Der kleine Hoster von nebenan hat die gleichen Möglichkeiten wenn du dort deine Daten liegen hast. Von daher ist es immer die Selbstverpflichtung die sich der Anbieter auferlegt um entsprechende Autorisierungs- und Loggingmechanismen zu integrieren. So kann man zumindest nachvollziehen welcher Mitarbeiter aus welchem Grund welche Daten eingesehen hat. Das so etwas integriert wird, ist bei einem großen Provider wesentlich wahrscheinlicher, als wenn du deine Daten bei einem kleinen Billig-Hoster unterbringst.
Google äußert sich hierzu auch deutlich in den Datenschutzbestimmungen. Im Gegensatz zu manch anderem Betreiber finde ich die Aussagen für den Nutzer gut verständlich und sie decken auch das ab was man von einem Mailprovider erwarten kann.