Alter Schwede. Google bringt einen eigenen Browser raus. Und er ist all das, was wir erwartet, erhofft und befürchtet hatten. Timon und Matthias haben sich die Software mal näher angeschaut. Außerdem hatte Matthias Gelegenheit, das Acer Aspire One Netbook mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die nächste Sendung kommt am 22.9.2008. Bis dahin viel Spass mit dieser Episode!
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Die Sendung zum herunterladen:
Themen:
Eindrücke vom Acer Aspire One
Das Aspire One von Acer kommt in fünft Farben. Weiss, blau, schwarz, braun und schweinchenrosa. Erhältlich sind allerdings nur weiss und blau, wobei weiss eigentlich weiss-schwarz ist und blau nur auf den Fotos gut aussieht. Gekauft wurde also der Weisse, wobei das preferierte Modell der Braune war. Schick ist das Gerät trotzdem, es wiegt nur ca. ein Kilo und im Vergleich zu anderen Netbooks ist das Tastaturraster nur minimal kleiner, als das normaler Notebooks. Auch längeres Tippen ist also kein Problem, wenn man nicht Finger wie Krakauer hat. Das 8,9 Zoll Display wirkt erstaunlich gross und mit einer Auflösung von 1024x600 (96dpi) extrem scharf. Unangenehm fiel der relativ laute (aber noch erträgliche) Lüfter auf. Soviel zu den ästhetischen Aspekten.
Acer liefert das aus dem asiatischen Bereich kommende Linpus Linux mit, welches ein angepasstes Fedora 8 ist. Die Kiste startet in knapp 15sek und man bekommt ein (unnötigerweise) auf das Display angepasstes Menu mit allem, was man so braucht. Für den unbedarften Nutzer bleibt es allerdings dabei. Weder in der Onlinehilfe, noch im (sehr ausführlichen) Benutzerhandbuch finden sich Angaben, wie man eigene Software nachinstallieren kann. Dies muss man entweder von der Konsole erledigen, oder (mit ein paar Tricks) auf den vollwertigen Desktop umstellen. Linpus machte ansonsten einen sehr guten Eindruck. Die Netzwerkverwaltung erlaubte sogar, (wie hierzulande oft noch üblich) sich direkt per DSL-Modem ins Internet einzuwählen. Wir brauchten allerdings eine Distribution auf dem neuesten Softwarestand, um spezielle wissenschaftliche Anwendungen zum Laufen zu bekommen (qtiplot, gwydion, u.a.). Daher blieb uns nichts anderes, als es mit Ubuntu zu versuchen. Dank 120GB Platte, braucht man sich um Speicherplatz ja keine Gedanken zu machen.
Dazu haben wir uns bei ubuntu.com ein CD-Image von 8.04.1 besorgt (8.04 läuft nicht!) und mit UNetbootin auf einen USB-Stick verbannt. Die Installation verlief problemlos, einige Dinge liefen nach der Installation aber nicht mehr so, wie sie sollten (audio, wlan, spezielle Tasten). Dankenswerterweise gibt es im Ubuntu-Wiki eine hübsche Anleitung, wie man all diese Probleme beheben kann. Am Ende steht ein Netbook, welches ich sogar als Notebookersatz bezeichnen würde. Sogar die Desktopeffekte laufen auf dem Intelchipsatz flüssig (sind jedoch zur eingesetzten wissenschaftlichen Software inkompatibel). Auch das Lüfterproblem wird mit der Ubuntu-Anleitung beseitigt. Mit einigen Optimierungen startet Ubuntu sehr schnell und das 3-Zellen-Akku liefert je nach Last bis zu 3 Stunden Arbeitszeit. Fazit: Ich bin begeistert und warte darauf, dass auch die braune Ausführung bei Amazon für 350 Euro erhältlich ist. Braun soll es ürbings nicht wegen Ubuntu werden, sondern weil es die Farben eines gewissen Zweitliga-Fussball-Vereins sind. Auf die Klappe kommt dann natürlich noch der Jolly Roger. ;-)
In dem Zuge sei auch erwähnt, dass MSI gerade seinen Wind-PC (ebenfalls mit Intel Atom Prozessor) für 250 Euro vorgestellt hat. Ein nettes kleines Gerät, welches vielleicht auch bald bei Aldi landet. Man sollte jedoch wissen, dass man für minimal mehr Geld bereits einen vollwertigen Desktop-PC bauen oder sogar fertig kaufen kann. Nur eben nicht bei Saturn und Mediamarkt. Interessant werden solche Geräte also allenfalls hinsichtlich Formfaktor und Stromverbrauch.
Ein neuer Browser am Markt
Google hat in der letzten Woche einen eigenen Browser vorgestellt (Comic). Er basiert auf der Webkit-Engine, welche auch in KDEs Konqueror und Apples Safari zum Einsatz kommt. Für Google ist Chrome ein durch und durch konsequenter Schritt nach vorn. Konsequent in vielerlei Hinsicht: Die Konzepte hinter Chrome können technikversierte Zeitgenossen nur begeistern. Die neue Javascriptengine V8 ist schneller, als alles was es bisher gibt (wobei Mozillas Tracemonkey mit Firefox 3.1 wieder nachziehen soll). Obwohl Javascript eine klassenlose Sprache ist, werden intern automatisch für ähnliche Objekte Klassen erstellt, so dass sie schnell wieder zur Verfügung gestellt werden können. Kudos dafür. Die Tabs laufen in eigenen Prozessen, so dass eine lahmende Internetseite nicht den Rest des Browser mit herunterzieht (wie beim IE8). Google scheut sich bei Chrome nicht die guten Features seiner Konkurrenz zu übernehmen. Umgekehrt stellt Google alle in Chrome eingesetzten Technologien im OpenSource-Projekt Chromium unter einer BDS-Lizenz zur Verfügung, so dass selbst Microsoft und Opera in Zukunft V8 in ihre ClosedSource Browser einbauen könnten. Ob dies geschieht wird wohl eine Frage des Stolzes sein.
Konsequent ist Chrome für Google aber auch hinsichtlich der Datensammelwut des Suchmaschinenriesen. Alle Eingaben in die Adresszeile (Seitenaufrufe und Suchen) werden an Google übertragen. Jeder Browser bekommt eine eindeutige Identifikationsnummer, welche mit anonymisierten Statistiken verknüpft wird (soweit nicht schlimm). Sobald man sich allerdings in einen Google-Dienst einloggt kann das gesamte Surfverhalten eindeutig der eigenen Person zugeordnet werden. Ob dies geschieht ist noch nicht sicher, es wäre allerdings möglich und Google schliesst dieses Verhalten in seiner Datenschutzerklärung nicht aus. Aus diesen Gründen rät selbst das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vom Einsatz ab. Diese Warnung schaffte es sogar in die Tagesschau. Auch Spiegel Online ist nicht so ganz zufrieden:
Hundertprozentig rund läuft Chrome jedenfalls noch nicht. Verschiedene Testnutzer in der Redaktion von SPIEGEL ONLINE haben schon diverse Probleme festgestellt, die mal auftreten und mal nicht. Da wird das Maus-Scrollrad nicht erkannt, weil es Kompatibilitätsprobleme mit Windows-Einstellungen gibt. Da fehlt bei Onlinevideos der Ton, oder sie starten gar nicht. Und während des Schreibens dieser Zeilen führte ein Chrome-Start mit etwa 25 gleichzeitig zu öffnenden Tabs zu einem Windows-Totalabsturz - ohne jede Vorwarnung.
Tests mit Wireshark zeigen zumindest, dass selbst wenn man alle “phone-home”-Optionen in Chrome deaktiviert hat, der für diese Kommunikation zuständige (immerwährend laufende) Prozess, weiterhin mit Googles Servern kommuniziert. Es gibt allerdings einen Installer, der diesen Dienst nicht mitinstalliert und eine Anleitung, wie man Chrome (angeblich) komplett zum Schweigen bringt. Matt Cutts, bekannter Blogger, SEO und Google-Mitarbeiter hält all dies natürlich für Paranoia. Paranoid oder nicht. Wir werden Chromes Verhalten weiter mit Wireshark testen und euch hier auf dem Laufenden halten.
Grosse Kritik erntete Google auch für seine Nutzungsvereinbarung, die Google theoretisch Lizenzen an allen über Chrome ins Netz gestellten Inhalten zusicherte. Hier hat Google allerdings eingelenkt und eingeräumt, dass diese Passage unbeabsichtigt von anderen Google-Diensten (wo sie nötig sei) in Chromes “Terms of Service” übernommen wurde.
Update: Ich habe jetzt drei Versionen von Chrome mit Wireshark getestet. Die offizielle Version von der Chrome-Seite, den Offline-Installer und einen aktuellen Nightly-Build von Chromium. Stellt man als Standardsuche Google ein (und läßt Suchvorschläge aktiviert) werden sätliche direkt aufgerufene Seiten im Klartext zusammen mit der ID des Browsers an Googles Server geschickt. Das gilt für alle drei Versionen. Wählt man einen anderen Suchanbieter oder deaktiviert die Suchvervollständigung ganz, werden bei eingegebenen Domains leere HTTP-Header mit der Browser-ID an Googles Server geschickt. Danach folgt dann eine Reihe von TCP-Paketen mit verschl¨sseltem Inhalt. Auch dies gilt für alle drei Versionen. Nicht besonders Vertrauenserweckend, da ja beim eingeben einer URL eigentlich nichts mehr an Google gehen dürfte. Startet man ein Inkognito-Fenster, wird jedoch bei allen tatsächlich nichts an Google übertragen. Bei der Installation mit dem Online-Installer wird zusätzlich der googleupdater.exe mitinstalliert. Er läuft permanent, telefoniert nach Hause (Inhalt der Pakete nicht lesbar) und wird bei der Deinstallation von Chrome nicht mit-deinstalliert (läuft weiter permanent). Anders als erwartet hat dieser Prozess übrigens nicht die neue Version angeboten, als nach der letzten Sicherheitslücke ein Update veröffentlicht wurde.
Mozillas Ubiquity
Auch aus den Mozilla Labs gibt es Neuigkeiten. Es handelt sich um ein Addon, welches dem Firefox quasi eine Kommandozeile gibt, die zum beliebigen mashuppen befähigen soll. Was Mozilla Ubiquity leistet, kann man sich am Besten in einem Video anschauen. Markiert man bspw. eine Adresse und gibt “map this” ein, landet man direkt bei der entspr. Google-Karte. Kombinationen dieser natürlichsprachlichen Befehle senden solche Karten auch direkt an bestimmte Personen per Email inklusive Eintragung in den Google Calendar und entspr. Einladung zum Termin. Hier wurde das Web2.0 konsequent weitergedacht und die Kombinations- und Interaktionsmöglichkeit seiner Inhalte direkt in den Browser integriert (zumindest als Addon). Natürlich ist das Ganze noch als Prototyp zu verstehen, zeigt aber auf, in welche Richtung es gehen könnte.
Kostenlose Software zur Datensicherung
Der bekannte Softwarehersteller O&O hat eine einfache Version seiner Datensicherungssoftware zum kostenlosen Download freigegeben. Wenn einem die Features reichen, sicherlich keine schlechte Lösung: Disimage 3 Express Edition
Da wir in der letzten Woche über Webfiltersoftware sprachen, hier noch der Tip eines Hörers: K9 Web Protection.
Länge: 38:21
Wer sich zu den Sendungen äußern möchte kann dies gerne über unsere
Kommentarfunktion hier auf der Website tun. Wichtig: Eure E-Mail
Adresse wird zu eurem Schutz bei den Kommentaren nicht eingeblendet!
Außerdem könnt ihr uns auch gerne eine E-Mail an dialog AT z-pod PUNKT de schicken.
Ein wichtiges feature ist noch auf der “Startseite”.
Man kann nicht nur den Verlauf durchsuchen, sondern dort werden die 4 am häufigsten verwendeten “Suchmaschinen” angezeigt.
Das funktioniert indem man z.B. auf Amazon.com geht, dort die Buchsuche mind. einmal benutzt. Dann kann man jeder Zeit, wenn die Omnibox Amazon.com vorschlägt mit “Tab” die Amazon-Büchersuche benutzen. Dann taucht sie auch auf Chrome’s Startseite auf.
Nett finde ich auch, dass auch nicht definierte Suchen auf anderen Seiten (bspw heise.de) bei der Benutzung automatisch zu den Suchen hinzugefuegt werden und bei haeufiger Benutzung auf auf dieser Startseite landen.
Auch dieses Feature haben sie von Opera ;-)
Hallo ihr,
da ich keine Antwort bekommen habe, weiß ich nicht, ob Euch meine Twitternachrichten erreicht haben, darum schreibe ich mal in die Kommentare:
Der Server rückt die Folge 125 nicht raus. Weder in iTunes (err=403)noch im Browser.
lg bernd
Hi,
ich war außer Haus. Hab dir inzwischen geantwortet. Mit der Fehlermeldung ist merkwürdig. Ich kann mir die Sendung grad einwandfrei laden und konnte auch heute Mittag mit iTunes die Sendung über den Feed laden.
Lieben Gruß,
Timon
Nochmal Hallo,
Du hast Recht. Alles funktioniert bestens. Ironischerweise ist gerade Chrome an einem Problem bei mir schuld, welchem ich nicht gleich auf die Schliche kam.
Ich nutze hier auf allen Rechnern Privoxy als Werbeblocker. Dieser ist ebenfalls auf allen Rechnern in Firefox und Opera als Proxy eingerichtet, nur nicht im IE bzw. Safari beim Mac. Und ganau hier liegt das Problem. Als ich Chrome testen wollte, haben mich die Werbefenster genert und ich hab den Proxy eingetragen, ohne daran zu denken, das ich damit die Einstellungen der Netzwerkschnittstelle ändere auf die auch iTunes zugreift.
Gerade hab ich mir mal angesehen, wo die Podcasts liegen, bei den iTunes rumzickt und alle liegen auf Audioads-Servern.
Der Proxy hat also nur seinen Job gemacht und Werbung geblockt ;)
Hier die ganze Erklärung auch nochmal grafisch: http://picasaweb.google.com/berfra/Zpod#5244109918947977474
Entschuldigt bitte, dass ich Euch wieder umsonst aufgescheucht hab.
Kein Problem. Deswegen mag ich Adblocker nicht, weil sie etwas im Hintergrund verändern. Das bisschen Werbung stört mich eigentlich auch nicht. Vor allem wenn man daran denkt, dass sich viele Angebote so erst finanzieren können finde ich es nur fair dann auch mal zu gucken was einem so angeboten wird. Bin dadurch schon öfters mal auf interessante Seiten gestossen.
Wenn es nur ein kleines bisschen Werbung ist wie z.B. auf heise.de, stimme ich Dir zu. Allerdings gibt es auch Seiten, die so massiv mit Werbung zugekleistert sind, das die Werbung von Inhalt einfach ablenkt. Es gibt ein Browser-Rollenspiel, das zu den ohne AdBlocker unerträglichen Seiten gehört. Da es sich um ein Spiel mit Mittelalterhintergrund handelt, sollte die Atmosphäre entsprechend aufkommen, was nicht der Fall ist, wenn oben, mittig, seitlich und im Footer jede Menge Werbebanner für andere Browserspiele blinken und flackern.
Ich vermute mal das Spiel ist ansonsten kostenfrei oder?
Ja, natürlich. Und als Premiumversin kauft man sich Werbefreiheit und andere Boni. Wie überall eben.
Wenn die Werbung inhaltlich passend wäre, ok. Und wenn die Finanzierung damit gesichert wäre, wäre es auch ok. Aber es handelt sich ausschließlich um Werbung für andere Spieler dieses Anbieters. Wenn ich von mir ausgehe (Durchschnittstyp) und annehme das der Großteil denkt wie ich, dann wird niemand der das Spiel für Lau spielt bereit sein für ein anderes Spiel des Anbieters zu zahlen.
Zu meiner Verteidigung: Ich kaufe gelegentlich ein Monatsticket um von Zeit zu Zeit an die Premiumfunktionen zu kommen. Das Spiel muss ja auch weitergehen und dafür muss es Geld bringen...
Eine Frage zum Chrom: In der Berichterstattung der Sendung “Computer und Kommunikation” (Deutschlandfunk) hörte ich, dass mit der Installation des Chrome - man wolle nun oder nicht - automatisch alle weiteren Tools, wie beispielsweise die Desktopsuche, verbunden sei. Habe ich eine Möglichkeit, das über eine “benutzerdefinierte Installation” zu umgehen?.
Hi,
stimmt schlicht und ergreifend nicht. Wenn du Chrome installierst, bekommst du auch nur Chrome. Google Desktop Suche oder andere Google Produkte werden nicht installiert und sind auch nicht beim Installer dabei.
Vielleicht beruht die Info darauf, dass die das Google Pack vorher installiert hatten und auf einmal Chrome nachinstalliert bekommen hatten. Dazu kann ich allerdings nichts sagen, weil ich Chrome einfach direkt geladen habe.
Beste Grüße,
Timon
Vielen Dank. Ich hatte mich eh schon gewundert, denn wenn sie beispielsweise Google Earth mit auslieferten, machte das ja bei manchen älteren Rechnern gar keinen Sinn. Das braucht ja dann auch ein wenig Performance.
Doch wenn ich hier schon mit Halbwahrheiten agiere, will ich sie auch deutlich benennen. Im Bericht des Deutschlandfunks war folgender Satz zu hören. “Gear ist Chrome integriert wie fast alle Internet-Dienste des Konzerns, Suche, Desktop-Suche und Mail etwa. Wer Chrome installiert, der ist fest in der Hand von Google.” (Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/computer/843166/). Wenn man nun nicht behaupten will, dieser Satz sei falsch, so ist er immerhin eine gewaltige Nebelkerze: Natürlich integriert Google in seine suche in einen hauseigenen Browser. Zudem ist, wer Google-Mail oder andere Dienste benutzt, im Sinne des Autors doch so oder so schon “fest in der Hand von Google”.
Man dankt für die Aufklärung.
Ich werde jetzt mal einen Blick wagen, denn Opera funktioniert in den neuen Versionen nicht mehr im Zusammenspiel mit meinem etwas älteren Screenreader. Da kommt mir jeder neue Browser gerade recht.
“Gear ist Chrome integriert wie fast alle Internet-Dienste des Konzerns, Suche, Desktop-Suche und Mail etwa.”
Der Satz ist ja nun absolut daneben. Das Gears integriert ist, ist die einzige wahre Aussage. Desktop-Suche ist ein getrenntes Programm, was auch getrennt geladen und installiert werden muss. Mail ist ohnehin nur eine Website die man aufrufen kann und es gibt keine besondere Integration oder voreingestellte Verlinkung zu Mail. Und die Suche ist sogar etwas wo Chrome direkt fragt ob man denn überhaupt wünscht Google zu nutzen oder das zu ändern.
Bei der Suche steht es jedem frei etwas anderes als Standard-Suche zu verwenden, nur die wenigsten tun das dann auch wirklich.
Das ist aber auch was mich in der Berichterstattung in Bezug auf Chrome momentan stört. Gesammeltes Halbwissen und dazu noch Spekulationen und suggestive Formulierungen.
Falls ich noch rechtzeitig komme: Liest ueberhaupt jemand die Shownotes? Ich hab da echt ausfuehrlich zum Thema Chrome geschrieben. Ich wuerde z.B. (wie angegeben) direkt den Installer laden und nicht die Version von google.com/chrome. Letztere installiert dir den Google Updater mit. Ich weiss nicht, ob man den haben will?!
hallo,
wie wertet ihr eigentlich die “eindeutige identifikationsnummer” beim google chrome?
kann man das senden dieser nummer generell unterbinden?
haben das die anderen browser auch?
lg
peter
Hi Peter,
was die ID angeht, dass Nutzungsstatistiken bzw. sogenannte Kundenfeedbackoptionen freiwillig übermittelt werden können gibt es z.B. auch bei Microsoft Office und dem Internet Explorer 7.
Was es mit den IDs auf sich hat erklärt Brian Rakowski vom Chromium Projekt.
Zitat:
"There’s a little confusion here that I’d like to clear up. There are two IDs being discussed. They are stored and used separately.
First of all, there is an installation ID (iid) which is created at install time to de-dup install counts. This is necessary to accurately count the number of successful installations that have occurred. The iid is generated randomly (not based on any other information) and is deleted in the next update check after first run.
There is a second ID called the clientID which is used for the user metrics service. This is an opt-in service that lets users send usage statistics to Google so that we can learn how the product is being used for the sake of making improvements. It helps us answer questions like, “Are people using the back button?” and “How common is it that people click the back button repeatedly?” Users can always update their preference about sending usage statistics on the “Under the Hood” tab of options."
Ansonsten würde ich auch noch empfehlen den Artikel von Matt Cutts zum Thema “Was Chrome an Google überträgt” durchzulesen, der auch einige Bedenken ausräumt die man vielleicht hat.
Ich halte das was momentan so in der Presse steht für ziemlich unpräzise. Der größte Teil der Aussagen sind Spekulationen die nicht durch harte Fakten gedeckt sind und nicht überprüft werden können.
Abgesehen davon steht es auch jedem frei die OpenSource Version Chromium zu nutzen. Die aktuellen Chromium Builds für Windows gibt es hier.
Hallo Ihr 2,
ich wollte nur kurz mal was zu dem Feature sagen, dass jedes Tab bei Chrome als eigene Instanz läuft und somit auch nur ein Tab mal abschmiert, nicht alle. also in der Praxis ist mir chrome durchaus öfers abgeschmirt, und wenn das der Fall war ging gar nichts mehr. Dann hieß es immer Task Manager und alle Chromes rausschmeißen. Also des klappt sehr supooptimal (Beta hin oder her)
Ist das Problem denn reproduzierbar mit bestimmten Webseiten? Weil wenn ja kannst du ja einen entsprechenden Bugreport einreichen bzw. ich würde dir dann auch empfehlen die Nutzungsstatistik zu übertragen damit das Chrome-Team Kenntnis davon hat. Bei Apple hat es mir desöfteren schon geholfen die Fehlerberichte zu übertragen, im nächsten Patch-Bundle war öfters mal ein Fehler dann behoben der mich beschäftigt hat.
Also ich denke es macht schon noch einen Unterschied das es aktuell eine Beta-Version ist. Mir hat es jedenfalls etwas gebracht, das ich dann nur ein einzelnes Tab abschiessen konnte wenn ein Script oder Plugin (Acrobat, Flash) hing.
Wie ich in den Shownotes geschrieben habe, ist das denen in der Spiegelreadaktion auch passiert. Ist halt ne Beta. Wenn du dich beteiligen willst kannst du bei dev.chromium.org nen bug reporten.
Ansonsten, um mal etwas Verwirrung aufzuklaeren. Da laufen keine “Instanzen”, sondern Betriebssystemprozesse. Und sowieso: Instanzen ist in dem Zusammenhang ein falsch verwendeter Anglizismus, den man leider sehr haeufig liest. Das engl. Wort instance heisst auf deutsch Exemplar. Instanz hat durch falsch uebersetze Javabuecher seinen Weg in die deutsche Sprache gefunden. Bessere Buecher sprechen korrekterweise von Exemplaren von Java-Klassen. Das dt. Wort Instanz heisst Einrichtung.
So.. manchmal muss ich einfach den Anglizismenhasser rauslassen ;-)
bäh, wollte eigentlich was neues erzählen und meckern -- hätte ich mal den ganzen artikel gelesen :)
der google-updater (was updatet der eigentlich?) bleibt bei der deinstallation echt noch da und nervt.
http://i37.tinypic.com/k0oufl.png
werd den jetzt mal manuell löschen.
Kann es sein, dass der Google Updater für alle Google Applikationen zuständig ist? Wenn dem so ist, dann kann ich zumindest nachvollziehen warum Google ihn dann nicht deinstalliert. Ob der nun im Autostart verbleiben muss ist die Frage und ob man dem User nicht wenigstens die Option zum deinstallieren gibt natürlich auch.
keine ahnung. soweit ich weiß hatte ich auf diesem rechner noch nie ne google-app (außer irgendwann mal ner toolbar)
die meldung von winpatrol kam aber eindeutig erst gerade nach installation von chrome. und zwar ca minütlich, egal wie oft ich auf NO geklickt hab (lag vielleicht an siehe weiter unten?).
hab jetzt den kompletten google-ordner in den anwendungsdaten gelöscht, und ruhe is. vorher musste ich allerdings in den taskmanager und den updater manuell beenden. ich bin nicht wirklich paranoid, aber sowas finde ich ja mindestens äußerst lästig!
Habs rausgefunden. Der googleupdater.exe, der mit Chrome kommt ist ne minimal-Version von dem, der mit the Google-Pack kommt. Er hat einzig und allein den Zweck sich ueber die “about”-box (von hand) updates zu ziehen. Laeuft er nicht meckert Chrome, dass der Update-Dienst nicht erreicht werden konnte. Bei den Chromium Nightlies wird er uebrigens nicht mitinstalliert.