Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
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Themen:
Länge: 01:37:57
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Sehr fein, dass ihr wieder eine Sendung aufgenommen hab! Höre euren Podcast sehr gerne und hoffe, dass ihr auch weiter schön regelmäßig zu hören seid! :-)
Opera:
Ironie des Schicksals: Unter Windows gehörte (mit einem halben Jahr Ausnahme während Opera 9.2x) dieser Browser mit zu den barriererfreiesten überhaupt. Obwohl Mac OS X - gegenüber Windows - diesbezüglich eine Menge bereits im Betriebssystem integriert mitbringt, verschließt sich Opera den Schnittstellen für die Bedienungshilfen (Universal Access). Immerhin geht schon mehr als mit der Vorgängerversion, ich gebe die Hoffnung also nicht auf.
Interessant finde ich, dass man für Opera Unite eine eigene Browserversion benötigt, die bis jetzt noch nicht final zu sein scheint.
Mac OS 10.6:
Da stand ich nun ganz schön beschämt da, wähnte ich mich doch in dem Glauben, jetzt mit einem 64bittigen OS unterwegs zu sein. Habe sofort mal in “This Week in Tech” reingehört und mir eine Anleitung ergooglet, wie ich da Abhilfe schaffen kann und landete auf ihackintosh.com. Allerdings habe ich noch nicht verstanden, wie ich denn jetzt definitiv sehen kann, ob ich post editing nun wirklich mit der 64bit-Version arbeite. Der Systemprofiler verwirrt mich tutto kompletto. Nunja, Einbildung ist ja bekanntlich eine schöne Bildung.
Übrigens wollte ich noch ergänzen, dass die Accessibility-Features wirklich gute Fortschritte gemacht haben. Ich habe mal ein wenig mit VoiceOver (dem systemeigenen Bildschirmleseprogramm) experimentiert und bin sehr angenehm überrascht. Die Vergrößerung läuft zuverlässig, zumindest in den von Apple stammenden Applikationen. Meine deutsche Sprachausgabe funktioniert leider nicht mehr. Entweder gibt es ein Update oder es wird eh mal Zeit, etwas akzeptableres anzuschaffen. Der Himmel auf Erden wäre natürlich ein eingedeutschter Alex (die atmende präzise englische Stimme von Apple). Da wird man aber wohl vergeblich warten.
Hi theiresias,
das ich echt mal ein SEHR wichtiges und zu oft vernachlaessigtes Thema, was du da ansprichst. In der Lehre wird das Thema Accessability viel zu Oberflaechlich und theoretisch behandelt und vor Allem meist am Ziel vorbei. Also am Endnutzer vorbei. Meist geht es nur darum Software und dienste gemaess ISO oder DIN blabla zu entwickeln. Das wird in vielen Firmen dann auch so durchgezogen und am Ende stehen die betroffenen User dann doch wieder vor Barrieren ohne Ende. Es gibt zwar einheitliche Richtlinien, aber deren Ueberarbeitung ist laengst ueberfaellig. Technisch sollte barrierefreiheit heute laengst kein Thema mehr sein. Ist es aber leider doch immer wieder. Mich wuerde da echt interessieren,w as du sonst so konkret fuer Erfahrungen gemacht hast, da das ja ein Thema fuer dich zu sein scheint. Fuer mich als Kurzsichtigen ist ja die stufenlose Zoomfunktion vom Mac und unter Linux echt ein Segen.
Es gibt uebrigens von diversen Firmen sehr coole (auch deutsche) Stimmen fuer text2speech. Ich erinnere mich grob, dass wir da vor nem guten Jahr mal einen Beitrag in der Sendung hatten. Vielleicht errinnert sich Timon noch genauer.
Hallo Matthias,
das Thema der so genannten Barrierefreiheit durchaus noch weiter gefasst werden, das heißt Deine Feststellung aus der Softwareentwicklung ließe sich 1:1 in andere Bereiche transponieren, ob Architektur, oder simpelste Gegenstände des täglichen Gebrauchs, Mobilität etc. Dinge einem möglichst großen Kreis von Personen zur Verfügung zu stellen, auch mit körperlichen Einschränkung oder einer Beeinträchtigung der Sinnesorgane, ist nicht en vogue. Allerdings gebe ich mich, was den Bereich sämtlicher technischen Geräte angeht, der Hoffnung hin, dass eine diesbezügliche Aufgeschlossenheit in den nächsten 30 bis 40 Jahren spürbar wachsen wird. Irgendeine Einschränkung trifft die meisten Menschen jenseits der 60. Was passiert also, wenn mehrere Generationen, bei denen Mobilität, permanente Kommunikation und gewisse technische Geräte vom Kaffeevollautomaten bis zum Mobiltelefon nahezu zur Religion avancieren, dieses Alter erreichen? Nun ja, Du bist der Freund gewagter Prognosen …
Doch um noch mal konkret zu werden, zurück zur Softwareentwicklung. Unproblematisch ist ein barrierefreies Design keineswegs. Damit ein Programm mit so genannten Assistenz-Techniken genutzt werden kann, muss es exakt an die Standards des OS angepasst werden. Microsoft bietet beispielsweise eine speziell geschaffene Schnittstelle (MSAA) an. Bei den graphischen Benutzeroberflächen unter LInux hat sich jeweils noch kein vergleichbarer Standard etabliert. Apple gibt den Entwicklern immerhin brauchbare Hinweise, wie Benutzerinterfaces zu kreieren sind, damit sie mit (den hauseigenen) Assistenz-Techniken genutzt werden können.
In dieser Hinsicht sind insbesondere die plattformübergreifenden Programme problematisch, da diese ja nicht (oder so wenig wie nötig) auf die jeweiligen Modelle der einzelnen Betriebssysteme angepasst werden. Beispielsweise, war Firefox bis vor ca. 3 Jahren unter Windows für NutzerInnen eines Screenreaders unzugänglich. Dann entwickelten die Hilfsmittelhersteller hinterher und bekamen letztendlich noch ernstzunehmende Konkurrenz aus der Opensource-Szene, zudem wurde man bei Mozilla auf das Thema aufmerksam, so dass diese Entwicklungen inzwischen (mal mehr mal minder) Hand in Hand laufen. Dies falsifiziert jedoch nur ein Beispiel eines Trends. Sowohl die Hilfsmittelhersteller, als auch frei arbeitende oder öffentlich finanzierte Projekte verfolgen inzwischen - sehr zu meinem Missfallen - die Strategie, jede Applikation separat anzupassen. Dies führt innerhalb des Hilfsmittelmarktes in letzter Konsequenz zu einem Trend, über den ich dann höchst ungehalten bin: Die von mir so bezeichnete “Insellösung”: Mit Organizern, Audioplayern oder Mobiltelefonen beispielsweise speziell für Blinde NutzerInnen - und nur für diese - kann man Räume bis unter die Decke füllen. Nun ja, das schafft Arbeitsplätze. Zu den anderen Accessibility-Bereichen (motorische Einschränkung, Hörbeeinträchtigung etc.) kann ich mich übrigens nicht qualifiziert äußern.
Trotz dieses Fatalismus bin ich Positivist: Ich erwarte nichts und freue mich über alles, was funktioniert! Doch je mehr ich mich der 30 nähere stelle ich fest, dass meine Experimentierfreudigkeit spürbar abnimmt und ich nicht mehr so risikofreudig des öfteren im Zweifelsfall konstatiere: Never change a running system.
Kommentar zum Anfang:
Das mit den Anrufen/E-Mails, Gesprächen/Anfragen auf Partys etc. kenn ich selbst sehr gut. ‘Wir’ müssen uns bewusst werden, dass wir diesbezüglich die Ärzte/Rechtsanwälte von Morgen sind.
Es gibt einige Berufsgruppen, denen es nicht anders geht - auch wenns manchmal echt nervt.
Also bei mir gibt es grundsaetzlich nur Support fuer Freundin und Eltern. Und momentan zusaetzlich noch fuer Leute die auf Linux umsteigen wollen ;) Aber nur wenn ich Zeit hab.
@Matthias: Ok, die Frage ist nur, wie man mit Anderen Anfragen umgeht. Zumindestens für mich ist es manchmal schwierig ‘Nein’ zu sagen bzw. ich kann mich eigentlich nicht dran erinnern, das ich das jemals gemacht habe. Die Leute von den ‘Google-Verweigeren’ haben meistens ein echtes Problem, mit dem sie gerade nicht gerechnet haben und nicht klar kommen.
Soll man seine Hilfe verweigern, das in Rechnung stellen oder wie geht man damit um?
Ich selbst würde einen Arzt/Rechtsanwalt oder Sonstiges bspw. auf einer Party nie zu einem Thema, was mich gerade beschäftigt fragen. Das liegt nur daran, weil mir die ‘Problematik’ bewusst ist.
Ein einfaches “Tut mir leid, du verstehst das sicher, ich habe einfach keine Zeit, um die zu helfen.” verstehen die meisten.
Zum Thema: “Apple-Geräte sind besser verarbeitet”.
Ich bin seit 2 Jahren im Apple-Lager unterwegs. Habe auch meine Frau zu nem weißen MacBook überzeugt. Beide Geräte haben diese Haarrisse bekommen.
Ich weiß nicht, wie oft ich schon Apple-Kopfhörer umtauschen musste.
Das sind keine Einzelfälle. Apple kocht auch nur mit Wasser und der Support ist mit dem einen Jahr Garantie auch sehr schlecht. Vielleicht war die Qualität früher einmal sehr gut, diese Zeiten sind aber lange vorbei.
Zu Opera: Ich liebe diesen Browser. Ich habe unter Linux lange mit ihm gearbeitet. Besonders der Mail-Client hat mir sehr gut gefallen.
Was mir jedoch fehlt, ist die Bookmark- und Passwortsynchronisation mit anderen Browsern. Ich arbeite täglich an vielen verschiedenen PCs, wo man keine Admin-Rechte hat. Im Gegensatz zu FF ist Opera einfach zu selten auf anderen Computer installiert. Das Teil lässt sich auch nicht auf nem USB-Stick installieren, wenn ich richtig informiert bin.
Dagegen leistet das Xmarks-Plugin für FF super Dienste. Das Plugin gibt es auch für Safari, IE und bald auch für Crome. Nur für Opera wirds das erst mal nicht geben, wg. der mangelnden Plugin-Unterstützung, die auch GPG verhindert.
Mit FF auf nem Stick und diesem Plugin habe ich meine Arbeitsumgebung immer bei mir. Ansonsten nutze ich eigentlich nur noch wenige Erweiterungen in FF.
Mit den Kopfhörern gebe ich dir recht, das Problem habe ich schon von einigen gehört. Allerdings habe ich keinerlei Probleme mit meinen iPod Kopfhörern.
Was die Verarbeitung angeht, mit den Geräten mit denen ich bis jetzt gearbeitet habe (PowerMac G5, Intel iMac 24", ipod touch) bin ich sehr zufrieden und sie waren auch gut verarbeitet. Von daher ist meine Erfahrung bisher überwiegend positiv.
Die c’t hat erst kürzlich das Macbook Pro 15" getestet und sich ebenfalls lobend über die solide Verarbeitung und die geringe Geräuschentwicklung geäußert.
Letzteres ist ja genau das, was einem Bekannten von mir nach exakt einem Jahr abgeraucht ist ;)
Als kurzer Nachtrag:
“Fazit: Dell, Apple und Lenovo gut, Sony konstant besser”
Opera gibts auch auf nem Stick (wahlweise auch inkl. Tor) und das funktioniert sehr gut. Man kann sich sogar einen Stick basteln, der Opera-Versionen fuer Windows, Mac und Linux mit sich traegt und fuer alle die gleichen Einstellungen auf dem Stick hat. http://www.opera-usb.com/
Bitte nur Info´s und Beiträge zum Mac, wenn man sich damit auskennt!
Kannst du bitte erklären was genau du meinst?
Timon und ich arbeiten beide seit Jahren viel mit Geraeten von Apple. Wo ist dein Problem?